Grosse Parteien sind im Parlament übervertreten

publiziert: Dienstag, 21. Okt 2003 / 14:56 Uhr

Bern - Der Wähleranteil einer Partei lässt sich bei den Nationalratswahlen nicht direkt in den Anteil Parlamentarier ummünzen. Vor allem grosse Parteien sind nach den Wahlen vom Wochenende übervertreten.

Das Eidgenössische Parlament.
Das Eidgenössische Parlament.
So erreichte etwa die SVP einen Wähleranteil von 26,6 Prozent, schickt aber künftig 27,5 Prozent der Nationalräte nach Bern.

Weiterhin komfortabel über-repräsentiert ist die SP. Mit einem Wähleranteil von 23,3 Prozent kommt sie auf einen Mandatsanteil im 200-köpfigen Nationalrat von 26,0 Prozent.

Auch die FDP bleibt weiterhin leicht übervertreten mit 17,3 Prozent Wähler- und 18,0 Prozent Mandatsanteil.

Die CVP ist im Nationalrat neu leicht untervertreten. Mit einem Wähleranteil von 14,4 Prozent hat sie einen Mandatsanteil von 14,0 Prozent.

Ursache für diese Verteilung ist die Einteilung der Schweiz in kantonale Wahlkreise. Davon profitieren allgemein vor allem grosse Parteien, kleinere Parteien sind dagegen durch das Wahlsystem tendenziell benachteiligt. Die Grünen etwa haben einen Wähleranteil von 7,4 Prozent und einen Mandatsanteil von 6,5 Prozent.

Je kleiner ein Kanton, je weniger Sitze er zu vergeben hat, desto schwieriger ist es für die kleinen Parteien, einen Sitz zu erobern. In kleinen Kantonen mit wenigen Sitzen braucht es bis zu 50 Prozent der Stimmen, um ein Mandat zu erhalten - kleine Parteien haben dort keine Chance.

Zwölf Kantone haben jeweils nur ein bis fünf Mandate zu vergeben - hier haben die grossen Parteien bessere Chancen, Beute zu machen als die kleineren.

Nebst der Aufteilung der Kantone in Wahlkreise bewirken der Mandate-Verteilmodus sowie die Möglichkeit von Listenverbindungen, dass einige Parteien mehr, andere weniger Sitze erhalten, als ihnen gemäss der gesamtschweizerischen Wähleranteile zustehen würden.

(fest/sda)

 
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