Grosser Rat im Aargau heisst «Bildungskleeblatt» gut
publiziert: Dienstag, 13. Jan 2009 / 19:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 13. Jan 2009 / 19:48 Uhr

Aarau - Die Aargauer Volksschule soll auf ein neues Fundament gestellt werden. Der Grosse Rat hiess das umstrittene Projekt «Bildungskleeblatt» gegen die Stimmen der SVP-Fraktion gut. Das letzte Wort wird das Volk im Mai sprechen.

Die Oberstufe soll aus drei Leistungszügen und aus Niveauunterricht in drei bis vier Fächern bestehen.
Die Oberstufe soll aus drei Leistungszügen und aus Niveauunterricht in drei bis vier Fächern bestehen.
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Für die Reform stimmten die Fraktionen von SP, CVP, Grüne und EVP. Auch die FDP-Grossräte stützten in den Schlussabstimmungen mehrheitlich das «Bildungskleeblatt».

Die SVP lehnte als einzige Fraktion sämtliche Reformprojekte ab. Sie will das Vorhaben in der Volksabstimmung bekämpfen. Zudem reichte sie bereits die Volksinitiative «für die Stärkung der Schule Aargau» ein, die sich gegen das «Bildungskleeblatt» richtet.

Bildungsdirektor Rainer Huber (CVP) sagte, die Reform bringe wichtige Anpassungen an die gesellschaftliche Entwicklung. Die soziale Herkunft der Kinder dürfe nicht über ihren Schulerfolg entscheiden.

Oberstufe aus drei Leistungszügen

Der Grosse Rat beschloss bei der zweiten Beratung der Reform knapp, eine Oberstufe aus drei Leistungszügen unter einem «Dach» aufzubauen. Dieses Modell erfüllt die Forderung nach Harmonisierung mit dem Bildungsraum Nordwestschweiz.

Die Oberstufe soll aus drei Leistungszügen und aus Niveauunterricht in drei bis vier Fächern bestehen. Die Niveaukurse ermöglichen die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Das Parlament bestätigte im weiteren seine Entscheide vom September.

(fest/sda)

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