Grüne mit eigener Bundesrats-Kandidatur?

publiziert: Freitag, 21. Aug 2009 / 09:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Aug 2009 / 09:56 Uhr

Bern - Die Grüne Partei schliesst eine eigene Kandidatur im Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin nicht aus. Fraktionschefin Maya Graf könnte sich Robert Cramer als Kandidaten vorstellen.

Der Genfer Ständerat Robert Cramer wäre ein geeigneter Kandidat für die Grünen.
Der Genfer Ständerat Robert Cramer wäre ein geeigneter Kandidat für die Grünen.
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Neben dem Genfer Ständerat und Regierungsrat kämen auch verschiedene andere Exekutivpolitiker in Frage, sagte Graf in einem Interview mit der «Basler Zeitung». Eine erneute Kandidatur des Waadtländer Ständerates Luc Recordon schloss Graf aus. Über eine Nomination entscheidet die Fraktion am 28. August.

Die Grünen hätten arithmetisch noch vor der FDP oder der CVP Anspruch auf den freien Sitz, deshalb prüfe man eine eigene Kandidatur. Das Vorgehen der SVP hält Graf für «wenig ernsthaft». Der SVP gehe es nur darum, sich im Gespräch zu halten, sagte sie.

Persönlichkeit entscheidend, nicht Partei

Auf die Frage, ob die Grünen inhaltlich der CVP oder der FDP näher stünden, sagte Graf, man wähle nicht eine Partei, sondern eine Persönlichkeit. «Es braucht jemanden, der vom ersten Tag an ein Departement führen kann und verlässlich ist.»

Man sei offen, FDP-Kandidaten wie Pascal Broulis in einem Hearing kennenzulernen. Auch Didier Burkhalter würde man genau unter die Lupe nehmen. Schwer haben würde es bei den Grünen dagegen Fulvio Pelli. «Wir wissen in vielen Fragen nicht, wo er steht. Er hat in den letzten Jahren einen Zickzackkurs geführt», sagte Graf.

Anspruch auf Bundesratssitz

Im Interview stellte die Fraktionschefin klar, dass man früher oder später einen Bundesratssitz anstrebe. Man müsse sich deshalb überlegen, welche Partner sie dabei unterstützen könnten. «Wir wollen wissen, wer bereit ist, unseren Anspruch langfristig gesehen anzuerkennen.»

Auf Kosten der SP einen Sitz holen wolle man nicht. Vielmehr hofft Graf, dass die Grünen 2011 wachsen und auch die SP zulegen, damit das rot-grüne Lager gestärkt wird. Das habe sich in verschiedenen Stadt- und Kantonsregierungen bewährt.

(fest/sda)

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