Wahlbarometer veröffentlicht

Grüne und Grünliberale legen zu dank Atomkatastrophe

publiziert: Mittwoch, 27. Apr 2011 / 17:31 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Apr 2011 / 19:14 Uhr
Die Grünliberalen haben bei den eidgenössischen Wahlen zugelegt.
Die Grünliberalen haben bei den eidgenössischen Wahlen zugelegt.

Bern - Der Fukushima-Effekt zeigt auch national seine Wirkung: Wäre am 10. April gewählt worden, hätten die Grünen und die Grünliberalen deutlich zugelegt. Nichts anhaben kann die Sorge um die Umwelt der SVP. Auch gemäss dem neuesten SRG-Wahlbarometer ritzt die Partei die 30-Prozent-Marke.

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Das am Mittwoch veröffentlichte Wahlbarometer der SRG SSR bestätigt den Trend der letzten kantonalen Wahlen in Zürich, Luzern und im Tessin: Die Grünliberalen haben ein halbes Jahr vor den eidgenössischen Wahlen erneut zugelegt und kommen auf einen Wähleranteil von 5,7 Prozent - im Januar hatte das Wahlbarometer noch 5,2 Prozent vorausgesagt.

Auch die Grünen profitieren vom Fukushima-Effekt und steigern sich gegenüber der Umfrage von Mitte Januar um 2,1 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent. Bei den kantonalen Wahlen in Zürich und Luzern hatten die Grünen noch stagniert.

Die BDP legt im Wahlbarometer um 0,9 auf 3,5 Prozent zu. Die kleine Mittepartei hatte sich nach der Atomkatastrophe als erste bürgerliche Partei zum Atomausstieg bekannt.

FDP stürzt ab

Unter die Räder kommt die FDP, die gegenüber der letzten Umfrage 2,5 Prozentpunkte einbüsst und noch 15,2 Prozent der Wähler hinter sich vereinen kann. Die Wähler seien ihr auf alle Seiten davongelaufen, stellen die Forscher vom Institut gfs.bern, welche die Umfrage durchführten, fest. Bei einem Teil der FDP-Wählerschaft mache sich sogar Demotivation bemerkbar.

Weiter Federn lassen müssen auch die CVP und die SP. Den beiden Parteien gelang es jedoch, ihren Sinkflug etwas abzubremsen: Die CVP verliert noch einmal 0,2 Prozentpunkte und kommt auf 12,7 Prozent. Auch die CVP-Stammwähler seien demotiviert, halten die Forscher fest.

Um 0,3 Prozentpunkte schrumpft die SP auf neu 17,7 Prozent. Die Linkspartei schaffte es offenbar nicht, ihre Anti-AKW-Politik in Wählerstimmen umzumünzen. Sie verliert Anhänger an die Grünen, Grünliberalen und die BDP.

Unverwüstliche SVP

Scheinbar unbeeindruckt von der Atomkatastrophe in Japan setzt die SVP ihren Siegeszug fort: Sie kommt auf 29,9 Prozent - das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Umfrage.

Der SVP gelingt es weiterhin, Neuwähler sowie solche von FDP und CVP für sich zu gewinnen. Dies obwohl die traditionellen SVP-Themen Ausländer und EU die Wähler weniger beschäftigen als noch im Januar. Die Umweltproblematik hat das Thema Migration/Ausländer im Sorgenbarometer vom Spitzenplatz verdrängt.

(bg/sda)

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Sollte es so kommen...
...hätte die SVP grosszügig gerundet doppelt soviele Wählerprozente wie die nächstgrösste Partei SP.

Dann muss man der SVP 3 BR Sitze geben, 1 SP, 1 FDP, 1 CVP und 1 Grüne.
Das wäre Konkordanz und es ist dem Parlament zu wünschen, dass es dies auch so sehen wird. Allenfalls könnte man noch über den Grünen Sitz streiten, dann ginge der aber zur SP, die dann immer noch 2 BR hätte.

Bei diesem Resultat würde ich mir auch wirklich wünschen, dass die SVP im SR zulegen würde, dann könnte diese Partei endlich mal zumindest für 4 Jahre tatsächlich die Politik direkt beeinflussen und müsste (mit)regieren.
Bisher ist die SVP nämlich immer darumherumgekommen und hat sich aufs Verhindern, Meckern und Anprangern konzentrieren können.
Dadurch hat der Schweizer Wähler nämlich keine Ahnung wie (un)fähig die SVP als Regierungspartei wäre.
.
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