Guantanamo-Häftling nimmt sich das Leben

publiziert: Donnerstag, 31. Mai 2007 / 06:56 Uhr

Miami - Im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba hat sich nach Angaben der Armee ein Häftling das Leben genommen. Wächter fanden den Mann aus Saudi-Arabien in seiner Zelle, wie das US-amerikanische Militär am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte.

In Guantanamo Bay werden rund 380 Menschen festgehalten. (Archivbild)
In Guantanamo Bay werden rund 380 Menschen festgehalten. (Archivbild)
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Der Mann habe nicht mehr geatmet. Ein Arzt habe ihn für tot erklärt, nachdem alle lebensrettenden Massnahmen unternommen worden seien.

Der Gefangene habe «offenbar» Selbstmord verübt, hiess es. Eine Ermittlung sei im Gange.

Ein Berater sorge dafür, dass der Tote seiner Religion und Kultur entsprechend bestattet werde, hob die Armee hervor.

Die USA halten im Gefangenenlager Guantanamo Bay rund 380 Menschen fest, die sie als feindliche Kämpfer einstufen.

Keine Kriegsgefangene

Da die Menschen nicht den Status von Kriegsgefangenen haben, bekommen sie keine ordentliche Gerichtsverfahren und haben meist nicht einmal Kontakt zu Anwälten.

Das Lager wurde von den USA Anfang 2002 im Zusammenhang mit dem «Anti-Terror-Krieg» eingerichtet.

Bereits vor knapp einem Jahr nahmen sich in Guantanamo drei Häftlinge das Leben, zwei Männer aus Saudi-Arabien und ein Jemenit.

Europäische Regierungen und Menschenrechtsvertreter forderten daraufhin erneut, das Lager zu schliessen.

(rr/sda)

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