Goodbye für Guttenberg

Guttenberg sagt Servus - Zapfenstreich mit Rock-Song

publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2011 / 20:51 Uhr
Karl-Theodor zu Guttenberg gilt nach wie vor als beliebtester Politiker Deutschlands.
Karl-Theodor zu Guttenberg gilt nach wie vor als beliebtester Politiker Deutschlands.

Berlin - Karl-Theodor zu Guttenberg ist gut eine Woche nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister mit einem Grossen Zapfenstreich verabschiedet worden. Guttenberg sprach am Donnerstag kurz vor der Zeremonie von einem schmerzlichen Abschied.

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Er wolle die nächste Zeit auch für Reue und Busse nutzen. Besonders freue er sich darauf, Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Guttenberg schloss mit den Worten: «Gottes Segen der Bundeswehr. Ich melde mich ab.» Guttenberg gilt trotz der Plagiatsaffäre nach wie vor als beliebtester Politiker Deutschlands.

Der 39-Jährige will nach über acht Jahren in der deutschen Politik offenbar Memoiren über seine bisherige Laufbahn schreiben. Guttenberg kündigte an, «das eine oder andere in der Erinnerung» aufzuschreiben. «Es sind eigene Gedanken, die ich aufschreiben werde», sagte er ironisch mit Blick auf die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit.

Sein Nachfolger Thomas de Maizière zollte ihm Respekt. «Was Sie in Ihrer Amtszeit geleistet haben, das wird den letzten Eindruck überdauern.» Er betonte: «Wir sollten alle nicht so tun, als seien wir ohne Fehl und Tadel.»

Merkel anwesend

Zum höchsten militärischen Zeremoniell der Bundeswehr kam die Bundeskanzlerin Angela Merkel und hunderte weitere Gäste. Guttenberg suchte sich für seinen Abschied den Rock-Klassiker «Smoke on the Water» von Deep Purple sowie die Märsche «Grosser Kurfürst» und «König Ludwig II» aus.

Mit dem Grossen Zapfenstreich werden neben Verteidigungsministern auch Kanzler und Bundespräsidenten nach dem Ausscheiden geehrt. Viele Spitzenpolitiker blieben der Zeremonie aber fern, darunter Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bildungsministerin Annette Schavan - beide Politiker hatten Guttenberg zuvor kritisiert.

Guttenberg war in der vergangenen Woche wegen der Affäre um übernommene fremde Texte in seiner Doktorarbeit, die er nicht gekennzeichnet hatte, von allen politischen Ämtern zurückgetreten. Am Donnerstag übergab er die Amtsgeschäfte an den bisherigen Innenminister de Maizière. Guttenberg schied auch aus dem Bundestag aus.

(fkl/sda)

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