Hände weg von Gewinnversprechen

publiziert: Freitag, 24. Jun 2005 / 16:19 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Jun 2005 / 17:51 Uhr

Bern - Das Bundesamt für Polizei (fedpol) warnt vor Vorschussbetrug. Wer per Brief, Fax oder Email verlockende Gewinnversprechen von unbekannten, dubiosen Absendern erhält, tut gut daran, das Schreiben unbeachtet wegzuwerfen oder zu löschen.

Wer solche Vorschüsse gewährt, sieht sein Geld vermutlich nie mehr.
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2 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

So schützen sich Anleger vor Betrügern
Von welchen Anlageangeboten sollten man definitiv die Finger lassen.
www.stoppbetrug.ch/

Koordinationsstelle für Internetkriminalität

internet.bap.admin.ch/d/aktuell/index.htm

Was in den achtziger Jahren mit den so genannten "Nigerianer-Briefen" begann, gehe seither unvermindert weiter, aber mit immer neuen, teils fantasievollen Geschichten, schrieb das Bundesamt für Polizei (fedpol). Grundlage sei aber das immer gleiche Strickmuster.

Die Absender versprechen zufällig ausgewählten Adressaten einen meist riesigen Gewinn oder ein lohnendes Geschäft.

Damit dieses zu Stande kommen kann, wird vom Adressaten ein Vorschuss verlangt. Gleichzeitig werden oft auch Kontonummern, Personalien oder Dokumenten mit Originalunterschrift angefordert.

Keine Aussicht auf Rückerstattung

Diese könnten für betrügerische Zwecke missbraucht werden, warnt das fedpol. Bis hierher sei solches Handeln nicht strafbar, die Schreiben würden am besten gar nicht beachtet. Ist der Vorschuss erst bezahlt, gibt es kaum Aussichten, das Geld zurückzubekommen.

Der Tatbestand des Betruges sei nach geltender Rechtssprechung nur erfüllt, wenn eine arglistige Täuschung vorliege, schrieb das fedpol. Laut einem Bundesgerichtsentscheid schütze das Strafrecht Opfer nicht, die sich mit einem Minimum an Aufmerksamkeit und Vorsicht hätten schützen können.

Dies sei bei Vorschussbetrug der Fall, denn das Vorgehen von der Täter sei hinlänglich bekannt, gerade auch durch frühere Warnungen des fedpol und der Polizeien. Zahlen zu Fällen vor Vorschussbetrug gibt es laut Angaben eines fedpol-Sprechers nicht.

(bsk/sda)

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