Häusliche Gewalt: Frau im Gesicht verletzt

publiziert: Mittwoch, 28. Dez 2005 / 18:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Jan 2006 / 15:07 Uhr

Bern - Bei einem Fall von häuslicher Gewalt im Westen Berns ist eine derart kritische Situation eingetreten, dass die Sondereinheit Stern aufgeboten wurde.

Mutter und Kinder werden momentan ärztlich betreut. (Archivbild)
Mutter und Kinder werden momentan ärztlich betreut. (Archivbild)
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Der randalierende Mann konnte schliesslich ohne Intervention überwältigt werden. Zuvor war es zwischen zwei getrennt lebenden Eheleuten zu einer Auseinandersetzung gekommen, wie das Untersuchungsrichteramt Bern am Mittwoch mitteilte. Der Mann, ein 35-jähriger Marokkaner, schlug die Frau und fügte ihr erhebliche Gesichtsverletzungen zu. Sie konnte in eine Nachbarswohnung flüchten, wo die Polizei alarmiert wurde.

Diese traf eine schwierige Situation an: Der Mann randalierte in der Wohnung im sechsten Stockwerk, wo sich noch die vier kleinen Kinder des Ehepaars befanden. Er warf Mobiliar nach unten, auch grosse Stücke wie einen Computer.

Kinder unverletzt

Als der Mann unerwartet im Korridor erschien, konnte ihn die Polizei überwältigen. Die vier Kinder blieben unverletzt.

Glücklicherweise sei der Mann durch sein Erscheinen im Korridor einer Intervention in der Wohnung zuvor gekommen, die angesichts der anwesenden Kinder sehr schwierig geworden wäre, sagte Polizeisprecher Franz Märki auf Anfrage. Die Intervention habe aber vorbereitet werden müssen.

Der Mann befindet sich im fürsorgerischen Freiheitsentzug. Mutter und Kinder werden ärztlich betreut.

Ähnlicher Fall

Eine ähnlich kritische Lage war ebensfalls im Westen der Stadt Bern im Sommer 2001 eingetreten. Sechs Polizeibeamte hatten damals einen 42-jährigen kurdischen Familienvater nach einem mehrstündigen Festnahmeversuch in einem harten Einsatz überwältigt. Der Mann erlitt einen «lagebedingten Erstickungstod», was zu einem gerichtlichen Nachspiel für die Polizei führte.

(ht/sda)

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