Haiders Partei triumphiert - Schwere SPÖ-Verluste
publiziert: Sonntag, 1. Mrz 2009 / 18:30 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 1. Mrz 2009 / 19:26 Uhr

Klagenfurt/Salzburg - Viereinhalb Monate nach dem Tod des österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider hat das von ihm gegründete rechte Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) einen triumphalen Sieg bei der Landtagswahl in Kärnten errungen.

Bei der Wahl im Jahr 2004 hatte Haider mit 42,4 Prozent die Mehrheit vor der sozialdemokratischen SPÖ gewonnen.
Bei der Wahl im Jahr 2004 hatte Haider mit 42,4 Prozent die Mehrheit vor der sozialdemokratischen SPÖ gewonnen.
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Das BZÖ kam nach einer stabilen Hochrechnung des ORF-Fernsehens auf 45,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit gewann die von Haider 2005 gegründete Partei sogar noch 3,2 Prozentpunkte dazu.

Die rechtsgerichtete Freiheitliche Partei FPÖ, mit der Haider 2004 gewonnen hatte, verpasste mit rund 3,5 Prozent der abgegebenen Stimmen den Einzug in den Landtag. Haider hatte die FPÖ 2005 nach innerparteilichen Querelen verlassen.

Ein schweres Debakel erlitten Kärntens Sozialdemokraten (SPÖ), denen Meinungsforscher kurz vor der Wahl noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem BZÖ prognostiziert hatten. Die unter innerparteilichem Streit leidende Landespartei verlor mit 28,8 Prozent knapp 10 Prozentpunkte.

Konservative Volkspartei ÖVP legte zu

Dagegen legte die konservative Volkspartei ÖVP mit 15,8 Prozent um 4,1 Punkte zu. BZÖ-Parteichef Uwe Scheuch sagte am Abend, der triumphale Sieg seiner Partei sei nicht allein ein Ergebnis des «Mitleid-Effekts» der Bevölkerung.

Der Geschäftsführer der Landes-SPÖ, Gerald Passegger, zeigte sich über die schwere Niederlage der Sozialdemokraten tief enttäuscht. Das Ergebnis sei «unerfreulich», meinte er.

Verluste auch in Salzburg

Auch bei der gleichzeitig im Bundesland Salzburg stattfindenden Landtagswahl erlitten die Sozialdemokraten schwere Verluste. Sie konnten jedoch ihre Führungsposition vor der Volkspartei behaupten.

Nach der ORF-Hochrechnung des SORA-Instituts kam die SPÖ hier auf 39,0 Prozent (minus 6,4). Auch die ÖVP verlor leicht und landete bei 36,6 Prozent (minus 1,3), ihrem bisher schlechtesten Ergebnis in Salzburg.

Hier konnte vor allem die rechtsgerichtete FPÖ deutlich um 4,5 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent zulegen. Das in Kärnten so erfolgreiche BZÖ schaffte in Salzburg den Einzug ins Landesparlament erwartungsgemäss nicht.

(smw/sda)

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