Haiti: Entscheidung wegen Kindesentführung vertagt

publiziert: Freitag, 12. Feb 2010 / 07:24 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Feb 2010 / 07:41 Uhr

Port-au-Prince - Zehn US-Bürger, die wegen des Verdachts auf Kindesentführung in Haiti in Haft sitzen, müssen weiter auf eine Entscheidung über ihre Freilassung warten. «Wir lassen es für heute auf sich beruhen», sagte Staatsanwalt Jean Serge Joseph nach den Beratungen.

Die Zehn US-Bürger sind am 29. Januar an der Grenze zur Dominikanischen Republik mit 33 Kindern aufgegriffen worden.(Symbolbild)
Die Zehn US-Bürger sind am 29. Januar an der Grenze zur Dominikanischen Republik mit 33 Kindern aufgegriffen worden.(Symbolbild)
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«Ich komme am Montag wieder, um die Akten weiter zu studieren», sagte Joseph. Die Inhaftierten waren am 29. Januar an der Grenze zur Dominikanischen Republik mit 33 Kindern aufgegriffen worden, für die sie nach Angaben der haitianischen Behörden keine Papiere hatten.

Staatsanwalt Joseph sagte, er müsse dem Richter noch seine Auffassung über eine weitere Inhaftierung der zehn US-Bürger übermitteln.

Staatstrauer angesetzt

Da für Freitag Staatstrauer angesetzt wurde, um der 217'000 Todesopfer des verheerenden Erdbebens vom 12. Januar zu gedenken, hielt ein Justizvertreter es für unwahrscheinlich, dass die Amerikaner vor Montag freikommen.

Berichte, wonach die Baptisten schon freigelassen wurden, bezeichnete ein Anwalt als Gerüchte. «So viele Gerüchte sind im Umlauf, dass sie schon freigelassen wurden, dass sie sogar schon im Flugzeug sitzen», sagte Lous Gary Lissade, Anwalt eines der Beschuldigten. «Wir warten weiter auf den Staatsanwalt.»

Die zehn US-Bürger waren mit den Kindern an der Grenze dingfest gemacht worden, die angeblich Waisen waren. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Kinder noch Eltern hatten. Während einer zweitägigen Anhörung vor Gericht räumten einige Eltern ein, sie hätten die Kinder abgegeben, weil sie hofften, ihr Nachwuchs habe so eine bessere Zukunft.

(fkl/sda)

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