Haitis Rebellenführer erklärt sich zum Militärchef

publiziert: Dienstag, 2. Mrz 2004 / 21:00 Uhr

Port-au-Prince - Der haitianische Rebellenführer Guy Philippe hat sich zum Militärchef das Landes erklärt. Den Anhängern des entmachteten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide stellte er ein Ultimatum zur Abgabe ihrer Waffen.

Guy Philippe will bis 16.00 Uhr Ortszeit Gnade mit den Aristide-Anhängern walten lassen.
Guy Philippe will bis 16.00 Uhr Ortszeit Gnade mit den Aristide-Anhängern walten lassen.
Sollten sie ihre Waffen am Dienstag bis 16.00 Uhr (22.00 Uhr MEZ) strecken, werde ihnen nichts passieren, sagte Philippe der Nachrichtenagentur afp in Port-au-Prince. Nach 16.00 Uhr werden wir sie jagen.

Zuvor hatte sich Philippe zum Militärchef benannt. Bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Port-au-Prince sagte er, er hege aber keine politischen Ambitionen. Er werden den Anordnungen des Interimspräsidenten Alexandre folgen.

Aristide hatte die Armee nach der US-Militärintervention Ende 1994 abgeschafft. Der Verfassungsartikel, in dem die Existenz von Streitkräften festgeschrieben ist, wurde aber nie geändert.

Wie der US-Nachrichtensender CNN meldete, bezogen die Rebellen bereits das frühere Armeehauptquartier in der Nähe des Präsidentenpalastes.

Die USA und Frankreich wiesen unterdessen Vorwürfe zurück, wonach Aristide in die Zentralafrikanische Republik entführt worden sei. Der Ex-Präsident hatte der US-Regierung vorgeworfen, ihn mit einem Staatsstreich vertrieben zu haben.

US-Soldaten hätten ihn gegen seinen Willen ausser Landes geflogen, sagte Aristide in einem Telefoninterview des Nachrichtensenders CNN. Auch sein Rücktrittsgesuch habe er nicht freiwillig, sondern unter Todesdrohungen unterschrieben.

US-Aussenminister Colin Powell nannte die Vorwürfe absurd. Die Behauptungen entbehrten jeder Grundlage, sagte Powell. Er selbst habe persönlich die Vorgänge in Port-au-Prince verfolgt. Aristide habe die US-Regierung um Hilfe bei einer sicheren Ausreise gebeten. Anders lautende Darstellungen seien eine unglaubliche Anschuldigung, sagte Powell.

In Port-au-Prince war nach den Unruhen vom Wochenende wieder relative Ruhe eingekehrt.

(rr/sda)

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