Olympia: Zweierbob

Halbes Dutzend Medaillenanwärter im Zweierbob-Rennen

publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 09:35 Uhr

Park City - Christian Reich und Martin Annen starten am Samstag Ortszeit mit Medaillenchancen zum ersten von vier Durchgängen des olympischen Zweierbob-Rennens in Park City. Neben den beiden Schweizer Steuerleuten zählen vier weitere Teams zum Favoritenkreis.

Martin Annen ist vor dem Zweierbob-Rennen trotz Trainings-Sturz zuversichtlich.
Martin Annen ist vor dem Zweierbob-Rennen trotz Trainings-Sturz zuversichtlich.
Mit dem kleinen Schlitten ist den Schweizern mehr zuzutrauen als im Rennen mit dem Viererbob, das eine Woche später ansteht. Routinier Reich (35) und Olympia-Neuling Annen (28) sind gerüstet, aber die Konkurrenz ist stark. Auch Weltmeister Christoph Langen (De), dessen Landsmann Rene Spies, Titelverteidiger Pierre Lueders (Ka) und Lokalmatador Todd Hays sind am Wochenende fähig, unter die ersten drei zu fahren.

Reich wie Annen sind zuversichtlich. Der Aargauer Reich ist bestärkt durch den Gewinn des EM-Titels und den Sieg auf dem Olympia-Run vor einem Jahr. "Ich bin athletisch so gut in Form wie seit langem nicht mehr, und die schnelle Bahn liegt mir", sagt Reich.
Der Schwyzer Annen sieht sich wieder in der Rolle des Newcomers wie in der sehr erfolgreichen letzten Saison, nachdem diesen Winter nicht alles nach Wunsch geraten ist: "Als Titelverteidiger im Weltcup war ich unter Druck. Dazu kam das harte Selektionsprozedere. Bei den Olympischen Spielen aber bin ich wieder Neuling wie vor anderthalb Jahren. Jetzt kann ich das Ganze lockerer angehen." Auch ein Sturz im ersten Training beeinträchtigte Annens Zuversicht nicht: "Das kann passieren. Auch Ammanns olympische Erfolgsgeschichte begann ja mit einem Sturz."
Annen tritt mit Beat Hefti (24) an, einem der weltweit stärksten Hinterleute, Reich mit Steve Anderhub (32), mit dem er die Zweierbob-EM gewann und 2001 an der Olympia-Hauptprobe die besten Startzeiten aufgestellt hatte.

Könnte Reto Götschi (37) mit einem dieser Athleten, mit Cédric Grand oder Guido Acklin starten, wäre dem Zürcher eine Medaille wohl gewiss. Götschi brachte es im Sommer aber nicht zustande, eine schlagkräftige Mannschaft um sich zu scharen, und ist nach der missratenen Saison in Park City nur Ersatz-Steuermann. Noch Anfang Winter hatte der Verband vergeblich versucht, einen der starken Anschieber zum Wechsel zu Götschi zu bewegen.

Pro Land sind bloss zwei Mannschaften startberechtigt. Zeitgleich mit Reich hatte Götschi (mit Grand) die Hauptprobe vor einem Jahr als Sieger beendet. Zudem besitzt der dreifache Europameister die besten Kufen, die Reich im Rennen gerne benützen würde.

Die letzten Schweizer Olympia-Medaillen mit dem Zweierbob verbuchten vor acht Jahren in Lillehammer Gustav Weder (Gold) und Götschi (Silber). Vor vier Jahren verpasste Reich in Nagano als Vierter Bronze um 0,26 Sekunden. In jenem Rennen waren erstmals zwei Goldmedaillen vergeben worden. Lueders und Günther Huber (It) durchmassen die vier Durchgänge auf die Hundertstelsekunde gleich schnell.

Der Südtiroler Huber fährt aber nunmehr seit zwei Jahren weit unter seinen Möglichkeiten. Im Oktober 2001 entging er nur knapp einem Flugzeug-Unglück mit mehr als 100 Toten. Erst im letzten Moment hatte er das Ticket für die Maschine Mailand-Kopenhagen umgebucht, die auf dem Flughafen Linate nach dem Abheben in ein Privatflugzeug prallte.

(Daniel Good, Park City /sda)

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