Hamas-Kämpfer sprengen Fatah-Quartier
publiziert: Mittwoch, 13. Jun 2007 / 21:38 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Jun 2007 / 21:58 Uhr

Gaza - Bei einem Angriff der radikal-islamischen Hamas auf eine Zentrale der Geheimpolizei im Gazastreifen sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Geheimpolizei untersteht der rivalisierenden Fatah.

Sicherheitskräfte der Fatah mussten sich zurückziehen.
Sicherheitskräfte der Fatah mussten sich zurückziehen.
5 Meldungen im Zusammenhang
Die Hamas-Miliz habe das Gebäude in der Stadt Chan Junis mit einem Tunnel angegraben und einen grossen Sprengsatz darunter gezündet, berichteten Augenzeugen. Die Geheimpolizei untersteht der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas.

Insgesamt wurden bei Gefechten im Gazastreifen insgesamt rund 30 Menschen getötet. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten seit dem Wochenende auf mindestens 70.

Derweil flüchteten 40 Mitglieder einer unter Abbas' Kontrolle stehenden Grenzschutztruppe nach Ägypten. Zivilisten ist dieser Ausweg verschlossen. Die Grenze ist seit Tagen gesperrt.

Ultimatum bis Freitag

In einem Flugblatt stellte die Kassam-Miliz der Hamas den Polizeikräften der Fatah ein 48-stündiges Ultimatum. Bis Freitag 19 Uhr Ortszeit sollten sie ihre Waffen niederlegen. Die Hamas habe die meisten der Polizeiposten im Gazastreifen eingenommen, sagte ein Sprecher der Hamas-Miliz.

Die israelische Aussenministerin Zipi Liwni sprach von einer «fast vollständigen Trennung von Gazastreifen und Westjordanland», wo die als gemässigt geltende Fatah von Präsident Abbas nach wie vor dominiert. Letztgenannter rief von Ramallah im Westjordanland aus zu einer neuen Waffenruhe auf. Er verzichtete dabei auf Schuldzuweisungen.

Vorwürfe von Human Rights Watch

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warf den palästinensischen Milizen im Gazastreifen Kriegsverbrechen vor. Hamas und Fatah hätten während ihrer Kämpfe unbeteiligte Zivilisten getötet und Schiessereien um oder in Spitälern geführt.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas warnte zuvor für den Fall einer Fortsetzung der Kämpfe zwischen Hamas und Fatah vor weitreichenden Folgen für den Gazastreifen. Ohne ein Ende der Kämpfe werde die Lage in Gaza kollabieren, sagte er in Ramallah.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die radikal-islamische Hamas ist gegen die Stationierung einer ... mehr lesen
Ismail Haniya and Mahmoud Abbas riefen zum Endfe de Gewalt auf.
Marwan Barguti sieht die Palästinenser am Rande eines Bürgerkriegs.
Berlin - Die Palästinenser-Regierung ... mehr lesen
Gaza - Extremisten der palästinensischen Hamas-Bewegung haben in Gaza das ... mehr lesen
Milizionäre der Hamas hätten die Polizeistationen besetzt, verlautete aus Polizeikreisen. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ... mehr lesen  
Avigdor Lieberman.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann führte zur Einsicht, dass es für moderne Staaten an der Zeit ist, ihre Strafgesetzbücher zu entschlacken... mehr lesen   2
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -2°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Basel -2°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
St. Gallen -3°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Schneeregenschauer
Bern -5°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern -3°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Genf -2°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder freundlich
Lugano 0°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten