Auftakt in Bellinzona

Hanf-Prozess gegen Hells Angel

publiziert: Mittwoch, 4. Mai 2011 / 09:14 Uhr
Die ursprünglichen Vorwürfe haben sich nicht erhärtet.
Die ursprünglichen Vorwürfe haben sich nicht erhärtet.

Bellinzona - Am Mittwochmorgen hat vor dem Bundesstrafgericht der Prozess gegen den ersten von fünf angeklagten Zürcher Hells Angels begonnen. Die Bundesanwaltschaft (BA) wirft ihm vor, eine Hanfanlage betrieben und Marihuana im Wert von über 100'000 Franken verkauft zu haben.

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Der Prozess in Bellinzona dauert voraussichtlich zwei Tage. Das Urteil dürfte bereits am Donnerstag fallen. Die BA wirft dem Angeklagten qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor.

Er soll zusammen mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder und einem weiteren Komplizen im Frühjahr 2003 in Buchs SG eine Lagerhalle angemietet und dort eine Indoor-Hanfplantage aufgezogen haben. Bereits Ende September 2003 kam ihnen die St. Galler Kantonspolizei auf die Schliche.

Keine organisierte Kriminalität

Laut Anklage der BA sollen sie mit dem bis dahin produzierten Marihuana einen Umsatz zwischen 100'000 und 250'000 Franken erwirtschaftet haben. Im Prozess muss sich das erste der fünf von der BA angeklagten Mitglieder des Hells Angels MC Zürich verantworten.

Das gross angelegte Verfahren gegen die Hells Angels hatte sich letztlich als Schlag ins Wasser erwiesen. Im vergangenen Dezember hatte die BA mitteilen müssen, dass sich der ursprünglich gehegte Verdacht auf organisierte Kriminalität nicht habe erhärten lassen.

Gross angelegte Polizeiaktion

Anklage erhob sie nur gegen fünf einzelne Exponenten des Klubs. Die BA wirft ihnen Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz, eine versuchte Erpressung, eine versuchte Freiheitsberaubung und Entführung sowie Vorbereitungen für einen Raubüberfall vor.

Die BA hatte das Ermittlungsverfahren gegen die Hells Angels 2003 auf Antrag der Bundeskriminalpolizei eingeleitet. 2004 wurden in einer gross angelegten Polizeiaktion Hausdurchsuchungen durchgeführt und mehrere Verhaftungen vorgenommen. 2005 beantragte die BA gegen 17 Personen die Eröffnung einer Voruntersuchung.

(bert/sda)

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Jetzt spricht das Opfer!!!! Wenn die Freigesprochen werden, muss die Justiz über die Bücher! Alle Vorwürfe sind zu 100% korrekt und da ich ein Mensch und keine Kuh darstelle und für FR. 30 000.-- nach Holland verkauft werden sollte, brauche ich keine Mutmaasungen über das Gesindel anstellenä-ich weiss was Sache ist. Zu mal ich 2 Ex Freunde mit mit hohem Rang der Hells Angels habe!!! Die die immer Ausreden hatten, um Einvernahmen herauszuzögern sind die Hells Angels selber und jetzt schreit man Verjährung...
Nach den
peinlichen Pannen bei Holenweger und den HA-Untersuchungen dürften die noch verbliebenen Angeklagten mit einem Lächeln an den Prozessen teilnehmen. Offenbar nichts weiter geblieben als Hanf...ääh Peanuts. LoL
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