Harter Olympia-Entscheid bei Snowboarder

publiziert: Samstag, 28. Jan 2006 / 16:34 Uhr / aktualisiert: Samstag, 28. Jan 2006 / 21:10 Uhr

Swiss Olympic hat entschieden: Trotz erfüllter Kriterien bleibt Andrea Schuler, Fränzi Kohli und Sandra Frei die bittere Rolle als Zuschauer.

Kürzlich an der Hand operiert, weshalb die Selektionierer gegen sie entschieden: Fränzi Kohli. (Archivbild)
Kürzlich an der Hand operiert, weshalb die Selektionierer gegen sie entschieden: Fränzi Kohli. (Archivbild)
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Im Lauf der Weltcup-Saison hatten 20 Athleten die Rangvorgaben zu 100 Prozent erfüllt, durch den IOC-Entscheid (maximal 16 Startplätze pro Land) stand aber schon vor Bekanntwerden des Schweizer Olympia- Aufgebots fest, dass es zu unpopulären Auswahlen kommen würde - zumindest aus Sicht der Fahrer. Dennoch macht die Selektion aus neutraler Warte durchaus Sinn. Aufgeboten sind durchwegs Fahrer, die bei optimalem Wettkampf-Verlauf Medaillenchancen haben werden.

Jugend und Reife

Das Freestyle-Team für Turin besteht aus einer guten Mix aus jugendlicher Reife und reifer Jugend. Die Bündner Therry Brunner, Manuela Pesko und insbesondere Gian Simmen, der erste Halfpipe- Olympiasieger der olympischen Geschichte (1998), verfügen über langjährige Erfahrung auf höchstem Niveau. Ex-FIS-Weltmeister Markus Keller und Frederik Kalbermatten stellen das etwas frischere Element. Das harte Los der Nichtberücksichtigung für die Olympischen Spiele traf dafür Andrea Schuler. «Es ist extrem schwierig, Frauen- und Männerresultate miteinander zu vergleichen. Nach Abschätzen von Potenzial, Formkurve und Trainingsresultate sind wir zum Schluss gekommen, Andrea nicht zu selektionieren», begründete Freestyle- Coach Marco Bruni.

Im Boardercross fiel die Wahl auf Tanja Frieden, die wie die restlichen vier Schweizer Teilnehmer der erstmals im Olympischen Programm stehenden Disziplin übers Wochenende an den prestigeträchtigen X-Games in Aspen weilt. Die erfahrene Bernerin, die in allen acht Weltcup-Rennen des Winters die Qualifikation (d.h. Platz in den Top 16) überstanden hat, erhielt nicht ganz unerwartet den Vorzug gegenüber Sandra Frei. Letztere hatte die Kriterien mit dem Sieg in Kronplatz (It) zwar erfüllt, erbrachte aber gemäss Trainer Harald Benselin zu wenig konstante Leistungen vor ihrem Coup in der Olympia-Hauptprobe. «Sandra hat sehr grosses Potenzial für die Zukunft», so Benselin.

Operation an der Hand

Die dritte «harte Nuss» in den intensiven Diskussionen unter den Vertretern von Swiss Ski und dem Selektionsausschuss von Swiss Olympic knackte sich quasi von selbst. Weil alle drei Disziplinen (Alpin, Freestyle, Snowboardcross) das volle Kontingent ausschöpften und feststand, dass der 16. Startplatz an die Alpinen gehen und von Gilles Jaquet belegt würde, wurde eine Nominierung der kürzlich an der Hand operierten Fränzi Kohli nicht mehr thematisiert. «Wir haben den Antrag des Verbandes, auf den die Trainer massgeblichen Einfluss hatten, 1:1 übernommen und stehen voll dahinter», sagte Werner Augsburger, der «Chef de Mission» in Turin. «Es war allerdings schwierig, weil Leute zu Hause bleiben müssen, die Podestplätze erreicht haben. Das tut uns weh.»

(lg/Si)

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