«Hirn» der Roten Khmer als Kriegsverbrecher angeklagt
publiziert: Montag, 19. Nov 2007 / 21:26 Uhr / aktualisiert: Montag, 19. Nov 2007 / 21:42 Uhr

Phnom Penh - In Kambodscha ist der ehemalige Staatschef der Roten Khmer, Khieu Samphan, verhaftet und angeklagt worden. Der 76-Jährige wurde unter Waffengewalt aus einem Spital in Phnom Penh abgeführt und an das Völkermordtribunal überstellt.

Samphan muss mindestens ein Jahr in Untersuchungshaft bleiben.
Samphan muss mindestens ein Jahr in Untersuchungshaft bleiben.
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Rund 30 bewaffnete Sicherheitskräfte holten Khieu Samphan aus dem Calmette-Spital in Phnom Penh, wo er seit der vergangenen Woche unter anderem wegen Bluthochdrucks in Behandlung war.

Er gilt als «Hirn» des Schreckensregimes von «Bruder Nummer 1» Pol Pot. Während der Herrschaft der maoistischen Roten Khmer von 1975 bis 1979 waren mehr als zwei Millionen Menschen, ein Viertel der damaligen Bevölkerung, durch Mord, Folter, Zwangsarbeit und Hungersnöte ums Leben gekommen.

Hauptverantwortliche in Haft

Samphan wurde vor dem Tribunal am Montag offiziell wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, wie ein Sprecher des Gerichts am Abend mitteilte. Ferner sei angeordnet worden, dass Samphan mindestens ein Jahr in Untersuchungshaft bleiben müsse.

Mit Samphans Festnahme befinden sich alle vom Tribunal bislang identifizierten noch lebenden Hauptverantwortlichen der Roten Khmer in Haft. Erst in der vergangenen Woche waren Ex-Aussenminister Ieng Sary und seine Frau, Ex-Sozialministerin Ieng Thirith, festgenommen worden.

«Bruder Nummer 2» wartet auf Prozess

Des weiteren warten der frühere Chefideologe «Bruder Nummer 2» Nuon Chea und der ehemalige Leiter des berüchtigten Foltergefängnisses von Phnom Penh, Kang Keng Iev alias «Duch», auf ihren Prozess.

Allen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie zum Teil auch Kriegsverbrechen zur Last gelegt.

(ht/sda)

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