Hochdeutsch wird im Thurgau allgemeine Unterrichtssprache

publiziert: Freitag, 4. Jun 2004 / 15:35 Uhr

Frauenfeld - Hochdeutsch wird im Thurgau zur allgemeinen Unterrichtssprache. Schon im Kindergarten sollen die Lehrkräfte Hochdeutsch sprechen. Bereits zum Schuljahreswechsel 2004/2005 will die Regierung diesen Wechsel umsetzen.

Gepflegt werden solle ein selbstbewusstes Schweizerhochdeutsch.
Gepflegt werden solle ein selbstbewusstes Schweizerhochdeutsch.
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Der Thurgauer Erziehungsdirektor Bernhard Koch erklärte vor den Medien, durch die möglichst frühe Einführung des Hochdeutschen als Unterrichtssprache solle die Sprachfertigkeit der Kinder erhöht werden. Dabei gehe es nicht darum, die Schriftsprache zu sprechen.

Gepflegt werden solle ein selbstbewusstes Schweizerhochdeutsch. Hochdeutsch sei auch keine Fremdsprache, betonte Koch. Die Mundart sei einfach eine Varietät, also eine Spielart des Hochdeutschen.

Bruno Dahinden, Verantwortlicher der Schulaufsicht, wies darauf hin, dass Bayern, Berliner oder Ostfriesen in Deutschland das gleiche Problem hätten wie die Schweizer: Auch sie müssten Hochdeutsch erlernen.

Im Thurgau wird angestrebt, dass entweder im gesamten Unterricht oder auf dem gesamten Schulareal Hochdeutsch zur Umgangssprache wird. Keinesfalls soll Hochdeutsch auf die Sprachfächer beschränkt bleiben, sonst werde es negativ besetzt und als mühsam empfunden.

Laut der bereits angepassten Lehrpläne für Deutsch in der Volksschule und für die Kindergärten, ist aber auch nicht vorgesehen, Mundart völlig aus der Schule zu verbannen: In so genannten Mundartinseln, kann es weiter verwendet und gepflegt werden.

Prinzipiell erhofft man sich vom Hochdeutschen als Unterrichtssprache nicht nur eine bessere Sprachfertigkeit, sondern auch bessere Verständigung mit Kindern, die aus anderen Sprachräumen kommen. Diese sollen durch das Abrücken von Mundart bessere Integrationsmöglichkeiten bekommen.

(bsk/sda)

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