Hohe Erwartungen an Alder-Nachfolger Schloter
publiziert: Freitag, 20. Jan 2006 / 14:34 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jan 2006 / 11:43 Uhr

Zürich - Der Wechsel an der Spitze der Swisscom ist mehrheitlich positiv aufgenommen worden.

Carsten Schloter steht von nun an stärker in der Öffentlichkeit.
Carsten Schloter steht von nun an stärker in der Öffentlichkeit.
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Die Bank Vontobel begrüsste die Wahl von Carsten Schloter als internen Nachfolger von Jens Alder, der heute seinen Rücktritt ankündigte. Schloter sei einer der charismatischsten Figuren im Telekomsektor und habe mit dem Erfolg von Swisscom Mobile als Marktführer seine Kompetenz bewiesen.

ComCom-Präsident Marc Furrer wünscht sich von ihm vor allem «politische Sensibilität». Die letzten Wochen hätten gezeigt, wie wichtig diese Fähigkeit im Umgang mit den Eigentümern und der Öffentlichkeit, aber auch gegenüber der Regulierungsbehörde sei.

Gewerkschaften wollen Kurs beibehalten

Bei den Gewerkschaften ist Schloter kein Unbekannter. Er habe regelmässigen Kontakt mit der Arbeitnehmerseite gepflegt und werde als geradlinig eingeschätzt, sagte Christian Levrat, Chef der Gewerkschaft Kommunikation. Levrat erwartet, dass der neue Swisscom- Chef den mit Alder eingeschlagenen sozialpartnerschaftlichen Kurs hält.

Dessen Abgang bedauert er ausserordentlich, obwohl der scheidende CEO beim Telekommunternehmen einen Viertel der Arbeitsplätze abgebaut hat. «Alder war ein Arbeitgebervertreter, wie ihn die Gewerkschaften gerne haben». Er sei hart gewesen in den Verhandlungen, habe das Vereinbarte aber dann umgesetzt.

Transfair erschüttert

Bei der Gewerkschaft Transfair schlug der Rücktritt von Swisscom- Chef Alder ein wie eine Bombe: «Ich bin überrascht und erschüttert», sagte Transfair-Präsident Hugo Gerber auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Beim zuständigen Finanzdepartement (EFD) gab man sich zugeknöpft: Bundesrat Hans-Rudolf Merz habe die Verdienste von Alder als Chef der Swisscom gewürdigt, sagte EFD-Sprecher Dieter Leutwyler. Mit der Wahl des Nachfolgers habe der Verwaltungsrat die Akzente so gesetzt, wie es sich der Bundesrat gewünscht habe.

(ht/sda)

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