Hohe Strafen im italienischen Wettskandal gefordert
publiziert: Freitag, 20. Aug 2004 / 18:54 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Aug 2004 / 22:57 Uhr

Die Anklage fordert im italienischen Fussballwetten-Prozess harte Strafen. Für den Serie-A-Klub Chievo verlangte Chefankläger Emidio Frascione neun Punkte Abzug für die Meisterschaft (ab 12. September), für Siena und Genua je sechs.

In den Sog des Skandals sind auch einige populäre Trainer geraten. (Bild: Luigi Del Neri)
In den Sog des Skandals sind auch einige populäre Trainer geraten. (Bild: Luigi Del Neri)
Der Serie-B-Verein Modena soll sogar zwangsweise in die dritthöchste Spielklasse relegiert und dessen Präsident Romano Amadei für drei Jahre gesperrt werden. Sperren werden auch für mehrere Spieler gefordert. Der mutmassliche Drahtzieher der Ergebnis-Manipulationen, Antonio Marasco (ex Siena), soll für fünf Jahre suspendiert werden, Sampdoria Genuas Star Stefano Bettarini für drei.

In den Sog des Skandals sind auch einige populäre Trainer geraten. Gegen Sienas Excoach Giuseppe Papadopulo soll laut Frasconis Antrag ein Arbeitsverbot von sechs Monaten ausgesprochen werden, ebenso für Luigi Del Neri, den Extrainer von Chievo und Champions-League-Sieger Porto.

Im Ganzen werden 34 Spieler, Trainer und Vereinsfunktionäre aus 19 Profi-Klubs verdächtigt, in der vergangenen Saison mindestens acht Spiele in den obersten drei Ligen durch Ergebnisabsprachen manipuliert zu haben. Die Angeklagten sollen auf die zuvor abgesprochenen Resultate hohe Wetten abgeschlossen und enorme Gewinne kassiert haben, obschon es allen Beschäftigten im Profi-Fussball grundsätzlich untersagt ist, Wetten auf Spiele abzuschliessen.

(bert/Si)

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