Flüchtlingskrise
Holland verspricht Libanon Hilfe über 100 Mio. Euro
publiziert: Samstag, 16. Apr 2016 / 20:12 Uhr

Beirut - Der französische Präsident François Hollande hat dem Libanon angesichts der Flüchtlingskrise 100 Millionen Euro zugesagt. Damit solle dem Libanon bei der Versorgung der vielen Flüchtlinge aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien geholfen werden.

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Dies sagte Hollande am Samstag auf einer gemeinsamen Medienkonferenz mit dem libanesischen Regierungschef Tammam Salam in Beirut. Im Libanon leben mehr als 1,1 Millionen syrische Flüchtlinge - das entspricht einem Viertel der libanesischen Bevölkerung.

Hollande würdigte, dass das kleine Mittelmeerland «zusätzlich dazu, dass es Kriege vor seinen Toren hat und die terroristische Bedrohung, eine sehr grosse Zahl an Flüchtlingen aufgenommen hat und immer noch aufnimmt».

Hollande sicherte überdies «eine sofortige Hilfe zur Stärkung der militärischen Kapazitäten des Libanon» zu. Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian werde in den kommenden Tagen mit seinem libanesischen Kollegen klären, was dazu benötigt werde. Die libanesischen Sicherheitskräfte sehen sich unter anderem mit der IS-Terrormiliz konfrontiert, die bereits mehrere Anschläge im Land verübte.

Viertägige Nahostreise

Hollande, der auch mit Parlamentspräsident Nabih Berri zusemmenkam, mahnte eine Überwindung der politischen Krise im Libanon an. Wegen einer tiefen politischen Spaltung des Landes ist der Posten des Präsidenten seit Mai 2014 vakant. Im Libanon wurden ausserdem seit 2009 keine Parlamentswahlen mehr abgehalten. Die Volksvertretung hat ihr Mandat schon zwei Mal selbst verlängert.

Der Besuch im Libanon ist der Auftakt einer viertägigen Reise Hollandes in der Region. Nach einem Besuch bei Syrern in einem libanesischen Flüchtlingslager im Bekaa-Tal am Sonntag will Hollande nach Ägypten und abschliessend nach Jordanien weiterreisen.

(bert/sda)

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in Syrien gibt es Bevölkerungsschichten mit unterschiedlicher wirtschaftlicher Kraft. Die Ärmsten waren wohl am Schlimmsten vom Krieg betroffen und flohen nach Libanon, in die Türkei und Jordanien. Zur Weiterreise fehlt das Geld. Die etwas besser Gestellten hatten vielleicht stabilere Häuser, deshalb blieben sie länger, und dann, noch genug Geld, um die Schleuser zu bezahlen. Es gibt viele Zahlen dazu, und man kann davon ausgehen, dass jeder Flüchtling der in Europa ankommt, mindestens 3.000 Dollar an Schleuser bezahlt hat. Ein Riesengeschäft. Hunderttausend Syrer mal 3.000 Dollar = 300.000.000 Dollar. Wahrscheinlich viel mehr. Und wenn die Schlepper die Preise senken, werden die 3,5 Millionen Syrer in den Nachbarländern auch noch mobil.
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