Horn von Afrika: Dürre bedroht Millionen

publiziert: Donnerstag, 14. Jul 2011 / 14:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Jul 2011 / 14:23 Uhr

Am Horn von Afrika hat sich die Situation in den letzten Wochen rasant verschlimmert. Knapp elf Millionen Menschen sind von der anhaltenden Dürre betroffen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Hintergrund
World Vision hilft vor Ort.
www.worldvision.ch

Ursache der aktuellen Notlage sind ausgebliebene Regenfälle im letzten Herbst und spärliche Niederschläge in der Hauptregenzeit von April bis Ende Mai dieses Jahres. Zum Teil sind gerade einmal 10 bis 15 Prozent der üblichen Regenmenge gefallen.

Die Menschen unter den schweren Folgen der Trockenheit «Am Horn von Afrika findet eine schleichende Katastrophe statt», erklärt Martin Suhr, Leiter Internationale Programme bei World Vision Schweiz. «Grundsätzlich gibt es in diesen Ländern viele Menschen, die konstant an Unterernährung leiden und darüber hinaus keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die aktuelle Dürre verschärft ihre Situation zunehmend.»

Bereits heute leiden die Menschen unter den schweren Folgen der Trockenheit, die Ernten vernichtet, Wasserquellen versiegen und das Vieh verenden lässt. Nach und nach wird dadurch immer mehr Menschen ihre Lebensgrundlage entzogen und die wenigen noch auf dem Markt erhältlichen Lebensmittel sind mittlerweile für viele aufgrund stark gestiegener Lebensmittelpreise unbezahlbar.

Sieben Länder sind betroffen Besonders betroffen sind Kenia, Äthiopien und Somalia, in geringerem Mass auch Eritrea, Sudan, Uganda und Burundi. «Wir machen uns vor allem Sorgen um Kinder unter fünf Jahren», sagt Martin Suhr. Da gerade sie wegen anhaltender Mangelernährung ein geschwächtes Immunsystem haben und leichter an vermeidbaren Krankheiten wie Lungenentzündung oder Durchfall sterben. Neuesten UNO-Schätzungen zu Folge sind aktuell 1,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren auf Hilfe angewiesen. In Südsomalia und Nordkenia soll bereits jedes vierte Kind akut unterernährt sein - Tendenz leider steigend.

Vor diesem Hintergrund verstärkt World Vision seine Massnahmen für die Notleidenden und fokussiert dabei vor allem die Bedürfnisse der Kleinsten. Das Hilfswerk versorgt mangelernährte Kleinkinder zusätzlich mit Ergänzungsnahrung und hat zudem für Schwangere, Stillende und Kleinkinder ein Ernährungsprogramm initiiert, das eine ausgewogene Versorgung sicherstellen soll.

Gezielte Hilfsmassnahmen für die Region Aktuell fokussiert sich World Vision auf die am stärksten betroffenen Gebiete in Kenia, Äthiopien und Somalia und unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm und den jeweiligen Regierungen ingesamt acht Millionen Betroffene.

(sk/World Vision)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Rund 4000 Menschen fliehen ... mehr lesen
Die Menschen brauchten neben Nahrung und ärztlicher Hilfe auch Asyl.
Akut vom Hungertod bedroht: Kinder sind immer die ersten Leidtragenden.
Addis Abeba/Nairobi - Eine halbe Million Kinder sind nach Angaben der Vereinten Nationen wegen der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika akut vom Hungertod bedroht. Das ... mehr lesen
Wegen der verheerenden Dürre wird ein weiteres Flüchtlingscamp an der Grenze zu Somalia eröffnet.
Addis Abeba/Nairobi - Für Kenia ist eine schwere Entscheidung, für die vom Hungertod bedrohten Menschen am Horn von Afrika ein Hoffnungsschimmer. Unter massivem internationalen ... mehr lesen
Dadaab/Addis Abeba - Die Lage in Somalia ist laut dem Chef des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Antonio Guterres, die «schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt». Hunderttausende Menschen sind wegen einer schweren Dürre und Nahrungsmittelknappheit von Somalia aus in den vergangenen Wochen nach Kenia und Äthiopien geflohen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Addis Abeba - Wegen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren am Horn von Afrika strömen immer mehr somalische Flüchtlinge nach Äthiopien. Insgesamt beherbergten drei Zentren in Dolo Ado im Südosten des Landes bereits 110'000 Somalier, sagte Judith Schuler, eine Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP), am Donnerstag in Addis Abeba. mehr lesen 
Nairobi - Die anhaltende Dürre am Horn von Afrika trifft vor allem Kleinkinder schwer. Nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks ... mehr lesen
Mangelernährte Kinder in Somalia.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
In Kita, einem Dorf, in dem World Vision mit den Bauern der Region arbeitet, sieht man trotz der Dürre grüne Flecken.
In Kita, einem Dorf, in dem World Vision mit den Bauern der Region ...
Grosse Trockenheit  Höchste Warnstufe für Indien: Mehr als 300 Millionen Menschen sind von der Hitzewelle betroffen. Seit Anfang Jahr haben sich über 200 Bauern aus Verzweiflung das Leben genommen. mehr lesen 
Fünf Jahre Bürgerkrieg  Der Bericht «The Cost of Conflict for ... mehr lesen
8,2 Millionen vertriebenen Kindern in der Region fehlt Unterstützung und Perspektive - die Verluste an Bildung, Gesundheit und Wirtschaftskraft wirken sich langfristig negativ auf die Region aus.
Die grosse Trockenheit hat vielerorts zu Missernten und Wasser-Knappheit geführt, wie hier in Malawi.
Wegen Klimaphänomen El Niño  In vielen Ländern herrscht wegen des Klimaphänomens El Niño grosse Trockenheit. Millionen von Menschen rund um den Globus sind ... mehr lesen  
El Niño führt zu Trockenheit  Ausgelöst durch das Klimaphänomen El Niño hat eine Dürre in weiten Teilen des südlichen Afrikas Ernteausfälle verursacht. 30 Millionen Menschen brauchen Lebensmittelhilfe. mehr lesen  
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C 1°C bedeckt, etwas Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee freundlich
Basel -1°C 1°C bedeckt, etwas Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee freundlich
St. Gallen -1°C 0°C bedeckt, etwas Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig immer wieder Schnee wolkig, wenig Schnee
Bern -1°C 1°C immer wieder Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee freundlich
Luzern 1°C 1°C bedeckt, etwas Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig immer wieder Schnee wolkig, wenig Schnee
Genf 0°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen recht sonnig
Lugano 4°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten