Hostien-Streit in Polen

publiziert: Dienstag, 8. Feb 2005 / 09:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Feb 2005 / 09:40 Uhr

Warschau - Der Primas der katholischen Kirche in Polen, Kardinal Jozef Glemp, hat einen Streit um die Kommunion ausgelöst. Er erlaubte den Geistlichen seiner Warschauer Erz-Diözese, den Gläubigen die Hostie ab sofort nicht nur in den Mund, sondern auch in die Hand zu geben.

Jozef Glemp hatte erlaubt, die Hostie bei der Kommunion auch auf der Hand zu empfangen.
Jozef Glemp hatte erlaubt, die Hostie bei der Kommunion auch auf der Hand zu empfangen.
Die national-konservative Partei Liga polnischer Familien (LPR) ist empört über diesen Schritt. Diese Praxis mindere den Respekt der Gläubigen vor Jesus Christus, sagte Maciej Giertych, Europaabgeordneter der LPR.

Ausserdem steige die Gefahr, dass mit den Hostien Schindluder getrieben werde, warnte Giertych. Ihm seien Fälle aus Italien bekannt, wo die Hostien aus der Kirche gebracht und dann an Satanisten verkauft würden.

Westliche Mode

Nach Ansicht von Giertych erlag der Primas einer westlichen Mode. Giertych ruft nun die Gläubigen dazu auf, Protestbriefe an den Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz zu schicken.

Die Entscheidung liess Glemp am Sonntag in allen Warschauer Kirchen verlesen. Gläubige, die die Hostie in die Hand empfangen wollen, müssen der Erklärung von Glemp zufolge drei Bedingungen erfüllen: Sie müssen gefirmt sein, Jesus Christus sehr lieben und ihre Hand angemessen halten.

Der Publizist Jan Turnau schrieb in der Montags-Ausgabe der Tageszeitung Gazeta Wyborcza, Glemps Schritt sei ein weiterer in der Reformierung der polnischen Kirche. Turnau erinnerte daran, dass die Gläubigen vor 50 Jahren noch 15 Minuten vor und 15 Minuten nach dem Empfang der Kommunion knien mussten.

(fest/sda)

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