Hunderttausende demonstrieren in Rom gegen Rentenreform

publiziert: Samstag, 6. Dez 2003 / 18:45 Uhr

Rom - Hundertausende Menschen haben in Rom gegen die geplante Rentenreform von Ministerpräsident Silvio Berlusconi demonstriert. Die drei grössten Gewerkschaften des Landes, die zu den Protesten aufgerufen hatten, sprachen sogar von einer Million Teilnehmenden.

Mit der Rentenreform stösst Silvio Berlusconi bei der Bevölkerung auf grossen Widerstand.
Mit der Rentenreform stösst Silvio Berlusconi bei der Bevölkerung auf grossen Widerstand.
Es war einer der grössten Protestaktionen gegen Berlusconi seit seinem Amtsantritt im Sommer 2001. Die Aktion unter dem Motto Verteidige Deine Zukunft! richtete sich auch gegen Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung im Staatshaushalt 2004.

Der Generalsekretär des stärksten Gewerkschaftsverbands Cgil, Guglielmo Epifani, führte den Protestzug an. Er gab sich betont kämpferisch. Entweder zieht die Regierung die so genannte Reform zurück, damit wir wirkliche Diskussionen beginnen können, oder die Streiks und Demonstrationen werden fortgesetzt, sagt er.

Auch viele Politiker der linken Oppositionsparteien nahmen an dem Protestmarsch teil, zu der weitaus mehr Menschen als geplant kamen. In der Zwischenzeit signalisierte Vizeregierungschef Gianfranco Fini die Gesprächsbereitschaft der Regierung, betonte aber gleichzeitig, dass die Regierung Berlsuconi nicht vor dem Druck der Strasse zurückweichen werde.

Die vor allem jungen Teilnehmer waren mit Sonderzügen und Bussen aus dem ganzen Land angereist. Der Protestzug musste sich früher als geplant in Marsch setzen, weil der Versammlungsplatz in der römischen Innenstadt völlig überfüllt war.

Berlusconi beharrt aber darauf, dass das staatliche Rentensystem zusammenbricht, wenn es jetzt nicht grundlegend erneuert wird. Vorbild der Reform seien Deutschland, Österreich und Frankreich.

Die Neuregelung sieht vor, dass die Italiener künftig nicht mehr 35 Jahre, sondern 40 Jahre arbeiten müssen, bevor sie Rente bekommen. Derzeit können Arbeitnehmer in Italien schon nach 35 Beitragsjahren und mit 57 Jahren in Pensionen gehen.

Die Reform soll 2008 in Kraft treten, sie muss aber noch vom Parlament gebilligt werden - in dem die Regierung aber eine breite Mehrheit hat.

(tr/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien 2022.
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien ...
Publinews Während die Politiker über Klimaschutz reden, nehmen sie selbst immer noch an vielen Flugreisen teil, was zu einer hohen CO2-Belastung führt. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die CO2-Sünden der Staatschefs. mehr lesen  
Als Peter Achten am 26. März verstorben ist, ging einer der grossen Journalisten der Schweiz von uns. Ein Journalist, der, als news.ch noch aktiv publizierte, auch sechs Jahre für VADIAN.NET tägig war und zwischen ... mehr lesen
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C 1°C Hochnebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel freundlich
Basel -1°C 2°C Hochnebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel recht sonnig
St. Gallen -3°C -1°C Hochnebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel freundlich
Bern -2°C 0°C Hochnebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel wechselnd bewölkt
Luzern -1°C 1°C Hochnebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel freundlich
Genf -1°C 2°C Hochnebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 4°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten