IKRK will Humanitäres Völkerrecht weiterentwickeln
publiziert: Dienstag, 11. Aug 2009 / 20:23 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Aug 2009 / 22:03 Uhr

Genf - Das Humanitäre Völkerrecht sollte stärker respektiert, aber auch weiterentwickelt werden. Dies forderte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger anlässlich des 60-Jahre-Jubiläums der Genfer Konventionen. Einige Aspekte müssten zudem präzisiert werden.

Jakob Kellenberger ist viel im Dienst des IKRK unterwegs.
Jakob Kellenberger ist viel im Dienst des IKRK unterwegs.
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«Die bestehenden Regeln des Humanitären Völkerrechts sind völlig relevant und bleiben weiterhin sehr nützlich», betonte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) vor den Medien in Genf.

Gleichzeitig sei es wichtig, einige Regeln zu verstärken oder zu präzisieren. Bald werde ein Studie zur möglichen Weiterentwicklung des Humanitären Völkerrechts abgeschlossen, so Kellenberger. Sie befasse sich unter anderem mit der Unterscheidung zwischen Kämpfenden und Zivilpersonen sowie dem Schutz von Binnenflüchtlingen.

60 Jahre nach ihrer Verabschiedung würden die Genfer Konventionen zwar zu oft verletzt. Grundsätzlich habe der Respekt vor dem Humanitären Völkerrecht aber nicht abgenommen, betonte Kellenberger.

Zivilisten verschonen

Vor allem Zivilpersonen seien von den jüngsten Konflikten betroffen. Gemäss den Konventionen müssen Zivilisten aber verschont werden, wenn sie nicht direkt an den Kampfhandlungen teilnehmen. Dieses Konzept der direkten Teilnahme sei zu wenig klar definiert, sagte Kellenberger. Es müsse darum präzisiert werden.

Auf die geheimen, unbegrenzten Inhaftierungen auf den US-Militärbasen Guantánamo auf Kuba und Bagram in Afghanistan angesprochen sagte Kellenberger, es könnte nützlich sein, Garantien für aus Sicherheitsgründen Inhaftierte zu entwickeln.

Das IKRK wird am Mittwoch an einer Zeremonie am Sitz in Genf den 60. Jahrestag der Genfer Konventionen begehen.

(smw/sda)

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