IOC bestimmt Fernsehbilder

publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 11:16 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 12:10 Uhr

Bern - An den Olympischen Spielen in Peking liegt die Hoheit über Fernsehbilder und -Töne in den Händen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). SRG-Generaldirektor Armin Walpen hält dies für problematisch.

Nur mit eigenen Kameras hat man Kontrolle über die Bilder.
Nur mit eigenen Kameras hat man Kontrolle über die Bilder.
Das IOC produziere die Fernsehbilder mit einer eigenen Firma, schreibt SRG-Generaldirektor Armin Walpen in der neuesten Ausgabe des SRG-Magazins «update». Aus Sicht der journalistischen Unabhängigkeit sei dies nicht unproblematisch.

Bei Live-Übertragungen muss sich die SRG grösstenteils auf die Bildauswahl der Produktionsfirma verlassen. Nur wenn sie eigene Kameras einsetzt - wie etwa bei der Eröffnungsfeier - kann sie zusätzliche Bilder zu den gelieferten senden. Nicht tangiert von der externen Bildauswahl sind die 13 mobilen Equipen der SRG.

Für Zusammenfassungen kann das Fernsehen das gesamte Material verwenden, das in Peking produziert wird. Insgesamt stehen den Fernsehanstalten neu 91 sogenannte Bilderkanäle zu den Sportveranstaltungen zur Verfügung. Vor vier Jahren in Athen waren es erst 79 gewesen.

Die Alternative zur Bilderproduktion durch das IOC überzeugt allerdings im Fall China auch nicht. Die chinesischen Medien blendeten etwa bei der Entzündung der olympischen Flamme und beim Fackellauf kritische Bilder teilweise aus.

(fest/sda)

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