IV steuert auf Rekorddefizit zu

publiziert: Donnerstag, 1. Sep 2005 / 11:31 Uhr

Bern - Die Zahl der neuen IV-Renten ist im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent weiter zurückgegangen.

Die Trendwende sei eingetreten.
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Gleichwohl steuert das Sozialwerk dieses Jahr auf ein Rekorddefizit von möglicherweise fast zwei Milliarden zu.

2004 sei bei den Neurenten eine Trendwende eingetreten, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) vom Donnerstag.

Auf die IV-Finanzen werde diese Trendwende aber erst längerfristig durchschlagen.

Nur wenige Renten weggefallen

Die Zahl der gewichteten - das heisst auf ganze aufgerechneten - Neurenten ging zwar im ersten Semester 2005 im Vergleich zum Vorjahr von 12 800 auf 11 900 zurück.

Gleichzeitig fielen aber - meist wegen Erreichens des AHV-Alters - nur 8100 Renten weg. Der Bestand an laufenden Renten stieg so um 3800 auf 253 300 an.

Deswegen nimmt auch das Defizit der IV weiter zu.

Vorjahres-Defizit übertroffen

Bei Ausgaben von 6,3 Milliarden und Einnahmen von 5,1 Milliarden Franken erreichte es im ersten Semester dieses Jahres rekordhohe 1,2 Milliarden.

Damit ist zu erwarten, dass über das ganze Jahr auch das Vorjahres-Rekorddefizit von 1,6 Milliarden übertroffen wird.

Die erstmaligen Anmeldungen für IV-Leistungen gingen von 42 000 im ersten Semester 2004 auf 39 000 im ersten Semester 2005 zurück.

Sensibilisierung

Nach Ansicht des BSV dürfte dazu die allgemeine Sensibilisierung von Versicherten, Ärzten, Arbeitgebern und Behörden für die steigenden Ausgaben der IV beigetragen haben.

Gleichzeitig gibt es in der IV aber immer mehr juristische Verfahren.

Von einer Trendwende bei den Neurenten spricht das BSV deshalb nur unter Vorbehalt: Weil mittlerweile rund 90 Prozent der Ablehnungen angefochten werden, steht eine beträchtliche Zahl der abschliessenden Rentenentscheide noch aus.

Mehr negative Entscheide

Der Anteil der negativen Entscheide bei erstmaligen Renten hat sich von 36,6 auf 41,1 Prozent weiter erhöht.

Laut BSV zeigt es sich, dass die Zahl der Neurenten mit den heute möglichen Massnahmen nur beschränkt gesenkt werden kann.

Das Instrumentarium müsse mit der beim Parlament liegenden 5. IV-Revision ausgebaut werden.

(rr/sda)

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