Im Zweifelsfall die lateinische Schweiz bevorzugen

publiziert: Dienstag, 14. Jun 2005 / 11:01 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Jun 2005 / 11:34 Uhr

Bern - Bei der Besetzung von Führungspositionen im Bund sollen bei gleichen Fähigkeiten Kandidierende aus der lateinischen Schweiz bevorzugt werden.

Ständerat Jean Studer hatte eine Motion eingebracht.
Ständerat Jean Studer hatte eine Motion eingebracht.
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Der Ständerat hat eine entsprechende Motion von Jean Studer (SP/NE) gutgeheissen. Anlass der Motion war der Rücktritt von Bundesratssprecher Achille Casanova. Zum Nachfolger gewählt wurde der Deutschschweizer Oswald Sigg. Damit habe die offizielle Schweiz ihren letzten ranghohen Vertreter italienischer Muttersprache verloren, sagte Studer. Die Lateiner unter den Kadern in der Bundesverwaltung bildeten eine aussterbende Spezies.

Der Tessiner Dick Marty (FDP) war über die Wahl Siggs enttäuscht. Es sei unverständlich, dass die Regierung der multikulturellen Schweiz einen Sprecher wähle, der eine Amtssprache weder sprechen noch verstehen könne. Das gebe es in keinem mehrsprachigen Land in Europa.

Rätoromanischer Ärger

Die Bündner Theo Maissen (CVP) und Christoffel Brändli (SVP) ärgerten sich darüber, dass Kulturminister Pascal Couchepin die neue rätoromanische Vizekanzlerin Corina Casanova als Deutschschweizerin bezeichnet hatte. Die Schweiz sei vier- und nicht dreisprachig.

Bundesrat Hans-Rudolf Merz war froh, dass die Sprachenvielfalt immer wieder thematisiert wird. Er stellte eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis fest. Seit 2003 gelte die Weisung, dass bei gleicher Qualifikation Kandidierende der sprachlichen Minderheiten namentlich in den Kaderpositionen bevorzugt werden müssten.

Auch Frauen noch wenig vertreten

Anders sei es in der Praxis, namentlich in seinem Finanzdepartement, räumte Merz ein. Ein ähnliches Vertretungsproblem gebe es bei den Frauen. Fortschritte seien zwar festzustellen. Aber man müsse sich immer wieder Mühe geben. Der Bundesrat war bereit, die Motion entgegenzunehmen.

(fest/sda)

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