Imam-Attentat war geplant

publiziert: Montag, 11. Okt 2004 / 17:06 Uhr

Lausanne - Der Mann, der am Freitag den Vorbeter des Islamischen Zentrums von Lausanne niedergestochen hat, hatte die Räumlichkeiten zuvor mindestens zweimal inspiziert. Der 45-jährige Angreifer wird wegen versuchten Totschlags angeklagt.

Der verletzte Imam ist seit rund 15 Jahren als Leiter des Islamischen Zentrums von Lausanne tätig.
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Der Mann maghrebinischer Herkunft tauchte bereits vor zwei Wochen erstmals im Zentrum auf, wurde aber abgewiesen, weil er die Schuhe nicht ausziehen wollte. Er kam ein zweites Mal an einem Samstag, um die Räume anzuschauen, erklärte Tawfik el-Maliki, Sprecher des Islamischen Zentrums Lausanne (CIL) auf Anfrage.

Als der Angriff am letzten Freitag geschah, hatten sich rund 260 Personen zum Gebet unter der Leitung von Imam Mouwafac el-Rifai versammelt. Beim Gebet ging es um den Ramadan, der Ende Woche beginnt. In einem Moment der Stille schritt der Angreifer zur Tat.

Er näherte sich dem Imam zunächst mit einer Zeitung in der Hand, die das mit Klebstreifen am Unterarm befestigte Messer verbarg. Für den Zentrumssprecher ist klar, dass der Angriff geplant worden war: die Vorbereitungen zeigen, dass die Handlung überlegt war.

Imam ausser Lebensgefahr

Nach dem Angriff auf den Imam ging der Mann auf sieben Gläubige los. Einer der Verletzten, ein 68-jähriger Schweiz, befand sich am Montag nach wie vor in kritischem Zustand im Spital. Der Imam ist ausser Lebensgefahr. Sein Zustand hat sich laut dem Zentrumssprecher verbessert.

Nachdem er zugestochen hatte, schrie der Angreifer ihr seid keine guten Muslime. Für den Zentrumssprecher ist es wahrscheinlich, dass der Angriff das Werk eines Extremisten sei. Seit der Tat hat das CIL die Vorsichtsmassnahmen verstärkt.

Bei der Polizei sind bislang von muslimischer Seite keine Anfragen um Begleitschutz eingegangen.

(sl/sda)

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