Immer mehr Journalisten werden weltweit getötet

publiziert: Dienstag, 29. Dez 2009 / 22:53 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Dez 2009 / 23:37 Uhr

Paris - 2009 sind nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) deutlich mehr Journalisten bei der Ausübung ihres Berufs ums Leben gekommen als im Vorjahr. In diesem Jahr wurden weltweit 76 Medienvertreter getötet - 16 mehr als 2008.

Kriege und umstrittene Wahlen waren die Hauptbedrohungen für Journalisten im Jahr 2009.
Kriege und umstrittene Wahlen waren die Hauptbedrohungen für Journalisten im Jahr 2009.
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«Kriege und umstrittene Wahlen waren die Hauptbedrohungen für Journalisten im Jahr 2009», sagte RSF-Generalsekretär Jean-François Julliard in Paris. Wahlen in wenig demokratischen Ländern seien in diesem Jahr besonders oft von Gewalt begleitet gewesen.

Ebenfalls zugenommen hat laut RSF im abgelaufenen Jahr die Zahl entführter Medienvertreter. Nach 28 Journalisten 2008 seien 2009 insgesamt 33 Journalisten verschleppt worden.

Ausserdem registrierte die Organisation deutlich mehr Drohungen und Angriffe gegen Journalisten sowie Repressionen gegen Menschen, die Texte in Internet-Blogs veröffentlichen. Die Zahl der Länder, in denen das Internet zensiert werde, habe sich fast verdoppelt: Nach 37 Staaten 2008 seien nun 60 Länder betroffen.

Julliard äusserte sich besorgt über die Auswanderung zahlreicher Journalisten aus undemokratischen Ländern wie Iran oder Sri Lanka. «Die Behörden dieser Länder haben verstanden, dass sie nachhaltig die Meinungsvielfalt und den Grad der Kritik verringern, indem sie Journalisten zur Ausreise bewegen», sagte der RSF-Generalsekretär.

(fest/sda)

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