Immer mehr Kosten der Zürcher Gemeinden
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2003 / 17:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Apr 2003 / 18:13 Uhr

Zürich - In den 171 Zürcher Gemeinden fallen im Asylwesen immer mehr ungedeckte Kosten an. Darauf weist eine Untersuchung des kantonalen Gemeindepräsidentenverbandes (GPV) hin. Danach blieben 2002 knapp 20 Millionen Franken an den Gemeinden hängen.

Asylbewerber in Erstaufnahmezentrum: Kann man hier noch sparen?
Asylbewerber in Erstaufnahmezentrum: Kann man hier noch sparen?
Für die Kosten im Asylwesen hätten Bund und Kantone aufzukommen. Mit der Studie belege der Dachverband der Zürcher Gemeinden jetzt aber klar, dass immer mehr Kosten zu Lasten der Gemeinden gingen, sagte GPV-Präsident Hans Glarner an einer Medienkonferenz.

Diese ungedeckten Kosten haben sich gemäss der Studie von 9,4 Millionen Franken (1999) auf 19,6 Millionen (2002) mehr als verdoppelt. Dies obwohl die Gesamtausgaben im Asylbereich im Kanton Zürich im gleichen Zeitraum von rund 125 auf unter 93 Millionen zurückgegangen seien. Das ist eine Folge des deutlichen Rückgangs der Asylbewerberzahlen seit dem Höchststand 1999 in der Schweiz.

Grund für die wachsende Kostenschere zu Lasten der Gemeinden seien vor allem die Bildungskosten. Während die Übernachtungskosten stabil blieben, wuchs der Anteil der Nebenkosten - wo die Bildung den Löwenanteil ausmacht - an den Gesamtkosten seit 1999 von 8,7 auf 14,6 Prozent an.

Diese Kosten fallen gemäss der repräsentativen Untersuchung in weit überdurchschnittlichem Mass in den grossen Gemeinden und Städten an. Dies hänge damit zusammen, dass die Integrationsaufwendungen im Schulbereich in den grösseren Gemeinden deutlich grösser seien.

Gestützt auf die Studie verlangt der GPV vom Bund, dass er die gesamten Kosten trage, die im Asylwesen anfallen - so wie es das Gesetz vorsehe. Von der vom Bund geplanten Streichung der Sozialbeiträge für abgewiesene Asylbewerber - rund 60 Millionen Franken jährlich - befürchtet der GPV weiteres Ungemach.

Damit werde zwar die Zahl der Asylbewerber statistisch reduziert, als Sozialfälle blieben diese Menschen aber letztlich an den Gemeinden hängen. Auf die geplanten Änderungen im Asyl- und Ausländergesetz sei deshalb zu verzichten.

Bei der durch die BDO Visura im Auftrag des GPV verfassten Studie wurden die Daten von 142 Zürcher Gemeinden ausgewertet. Diese repräsentieren rund 90 Prozent der Kantonsbevölkerung. Die Zahlen wurden in der Folge auf 100 Prozent hochgerechnet.

(fest/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Die EKW beobachtet den Wohnungsmarkt  Bern - Die Bedeutung des Wohnens hat während der Pandemie zugenommen. Grössere Wohnungen und Wohneigentum waren während der letzten Monate besonders gefragt. Dies sind Beobachtungen der Eidgenössischen Kommission für Wohnungswesen EKW. Sie bilden eine Momentaufnahme des zweiten Halbjahres 2021. Die EKW wird die Situation im Rahmen ihres Mandats weiter beobachten. mehr lesen 
Bern - Die Museen des Bundesamtes für Kultur (BAK) setzen in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt mit Massnahmen zur Stärkung der Inklusion. Zu diesem Zweck ... mehr lesen  
Der Zugang zur Kunst sollte für alle Menschen problemlos möglich sein.
Jeder vierte Fachmediziner bald in Rente  Spitäler ohne Anästhesisten? Absolut undenkbar! Schliesslich werden auch in der Schweiz viele Mediziner dieses Fachbereichs benötigt, um die Versorgung der Patienten in den Kantonen sicherzustellen. Doch nun zeigt ein Bericht, dass schon bald Knappheit herrschen könnte. mehr lesen  
Die Beschäftigung stieg im Dienstleistungssektor um 1,4%.
Corona-Lockerungen wirken sich aus  Bern - Im 3. Quartal 2021 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5% gestiegen (+1,0% zum Vorquartal). In ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -2°C 1°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel -2°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen -3°C -1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern -2°C 1°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern -1°C 1°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Genf -1°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 5°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten