Immer mehr Todesopfer an US-Grenze

publiziert: Samstag, 2. Aug 2008 / 12:08 Uhr

Mexiko-Stadt - Immer mehr Mexikaner sterben bei dem Versuch, illegal in die USA einzureisen. Allein im vergangenen Jahr starben 520 Mexikaner bei der Grenzüberquerung, in den ersten sechs Monaten dieses Jahren waren es bereits 290.

Washington will die Sperrmauer verlängern.
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Nach Angaben von Menschenrechtlern sterben die meisten Einwanderer durch die Hitze in der Wüste oder ertrinken bei Bootsunfällen. In den vergangenen sechs Jahren habe die Zahl der toten mexikanischen Flüchtlinge stetig zugenommen, sagte Edmundo Ramírez Martínez, Vorsitzender des Parlamentsausschusses für Grenz- und Einwanderungsfragen, in Mexiko-Stadt.

Jedes Jahr versuchen nach seinen Angaben 325 000 Mexikaner auf der Suche nach Arbeit in die USA zu gelangen. «Jede Minute verlässt ein Mexikaner seine Gemeinde und jede Minute fällt eine Familie auseinander», sagte Ramírez.

In den USA leben Schätzungen zufolge fünf Millionen illegale Einwanderer aus Mexiko. Washington versucht, dem Einwanderungsstrom mit dem Bau einer Mauer an der 3000 Kilometer lange Grenze Herr zu werden; Mexiko lehnt die Massnahme ab.

(ht/sda)

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