In Abidjan kehrt wieder Ruhe ein

publiziert: Montag, 8. Nov 2004 / 09:39 Uhr

Abidjan - In der ivorischen Wirtschaftsmetropole Abidjan ist nach den anti-französischen Protesten vom Wochenende wieder Ruhe eingekehrt. Im Geschäftsviertel Plateau waren Polizisten im Einsatz, um Läden vor möglichen Plünderungen zu schützen.

Michèle Alliot-Marie befahl mit UNO-Deckung die Zerstörung der ivorischen Luftwaffe.
Michèle Alliot-Marie befahl mit UNO-Deckung die Zerstörung der ivorischen Luftwaffe.
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Das berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend aus der Stadt in Elfenbeinküste. Ivorische Polizisten und französische Soldaten hielten Plünderer mit Warnschüssen ab. Im Viertel Treichville waren die meisten von den Demonstranten errichteten Barrikaden am Sonntagabend wieder abgebaut.

In Paris hatte zuvor die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie erklärt, die Lage sei inzwischen unter Kontrolle.

Ausländer suchen Schutz

Aus Angst vor neuen Ausschreitungen hielten französische Soldaten jedoch weiter zwei Brücken mit Panzern besetzt, die den Norden und Süden Abidjans miteinander verbinden. 750 Ausländer waren noch in einem Lager am Flughafen, wo sie den Schutz der französischen Armee gesucht hatten, wie Stabschef General Henri Bentégeat bestätigte.

Im Fernsehsender TV5 räumte er ein, dass es bei den Ausschreitungen möglicherweise Tote unter den Randalierern gegeben hat. Wir mussten eine gewisse Anzahl Warnschüsse abgeben, und wir haben in der Tat einige Personen verletzen oder töten können.

Eskalation der Gewalt

Die Gewalt war eskaliert, nachdem die ivorische Luftwaffe am Samstag einen französischen Stützpunkt in der Rebellenhochburg Bouaké angegriffen hatte. Neun Franzosen und ein US-Bürger wurden getötet.

Im Gegenzug zerstörte die französische Armee mit dem Segen der UNO die Luftwaffe des westafrikanischen Landes. Die Aktion wurde von wütenden Protesten der ivorischen Bevölkerung begleitet.

(fest/sda)

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