Menschen fliehen vor Gewalt in andere Länder

In Industriestaaten steigt die Anzahl der Asylbewerber

publiziert: Dienstag, 18. Okt 2011 / 15:09 Uhr

Genf - Die Zahl der Asylbewerber in Industriestaaten ist im ersten Halbjahr 2011 wieder gestiegen. Von Januar bis Juni wurden 198'300 Anträge gestellt, 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.

In Japan und Südkorea stiegen die Asylgesuche: UNHCR Arbeiter
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Gründe für die Steigerung könnten unter anderem in den Krisen in West-, Nord- und Ostafrika liegen, schätzt das UNHCR. Denn unter den Asylsuchenden sind deutlich mehr Tunesier (4600 Anträge), Libyer (2000) und Menschen von der Elfenbeinküste (3300).

Das wirkte sich vor allem auf Italien aus: Dort wurden zwischen Januar und Juni mehr Anträge gestellt als im gesamten Jahr 2010. Die Zahlen weisen aber nicht aus, wie vielen Asylanträgen stattgegeben wurde.

Weiterhin suchen vor allem Menschen aus Afghanistan (15'300), China (11'700), Serbien und dem Kosovo (zusammen 10'300) sowie dem Irak (10'100) und dem Iran (7600) Asyl in den 44 aufgelisteten Industriestaaten.

Die meisten Menschen fliehen vor Gewalt und Hunger

Allerdings fliehen die meisten Menschen vor Gewalt, Hunger oder Naturkatastrophen in Nachbarländer und stellen keine Asylanträge in den Industriestaaten. Schon im Juni hatte das UNHCR in einem Bericht festgestellt, dass vier von fünf Flüchtlingen weltweit in Entwicklungsländern leben.

Die meisten Asylanträge werden in Europa gestellt (73 Prozent). In den USA wollten 36'400 Menschen Asyl. Während die Asylgesuche im australischen Raum zurückgingen, stiegen sie in Japan und Südkorea, deutlich.

 

(fkl/sda)

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