Grosseinsatz

In Kiew greift die Sondereinheit durch

publiziert: Dienstag, 10. Dez 2013 / 08:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 10. Dez 2013 / 14:31 Uhr
Proteste in der Ukraine.
Proteste in der Ukraine.

Kiew - Ukrainische Sicherheitskräfte haben die prowestlichen Demonstranten aus dem seit Tagen belagerten Regierungsviertel von Kiew vertrieben. Hunderte Mitglieder der Spezialeinheit «Berkut» (Steinadler) räumten Barrikaden aus Mülltonnen und Stacheldraht.

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Als sich Protestierende mit Reizgas und Stöcken wehrten, seien zwei Beamte verletzt worden, sagte ein Behördensprecher der Internetzeitung «Ukrainskaja Prawda». Festnahmen gab es zunächst nicht.

Auch Boxweltmeister Wladimir Klitschko habe sich friedlich der Polizei entgegengestellt, teilte die Oppositionspartei Udar (Schlag) seines Bruders Vitali mit. Der Chef der rechtspopulistischen Oppositionspartei Swoboda, Oleg Tjagnibok, sagte, zehn Demonstranten hätten ebenfalls Verletzungen erlitten. Medienberichten zufolge waren insgesamt etwa 6000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

In der Hauptstadt wurde am Dienstag die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton zu Vermittlungen erwartet. Sie zeigte sich beunruhigt über einen angeblichen Sturm von Sicherheitskräften auf das Hauptquartier der Vaterlandspartei der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko.

Bislang hat noch keine Behörde die Verantwortung für die Aktion übernommen, bei der Computer beschlagnahmt worden sein sollen. Nach Protestaufrufen der Opposition ermittelt der Geheimdienst wegen versuchten Staatsstreichs.

Auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz (Maidan) demonstrierten den 19. Tag in Folge erneut Hunderte Menschen auch in der Nacht bei klirrend kaltem Wetter friedlich gegen die Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch und für einen Westkurs der Ex-Sowjetrepublik.

Aufforderung zum Dialog

US-Vizepräsident Joe Biden forderte Janukowitsch am Montag zum Dialog mit der Opposition auf. Zugleich äusserte sich Biden in einem Telefonat mit Janukowitsch besorgt über die Lage im Land, wie das Weisse Haus mitteilte.

«Der Vizepräsident unterstrich die Notwendigkeit, auf eine sofortige Deeskalation der Lage hinzuwirken und einen Dialog mit den Oppositionsführern zu beginnen», hiess es. Gewalt habe keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft, mahnte Biden.

Die Opposition in der Ukraine demonstriert seit rund drei Wochen gegen die Führung des Landes, die auf Druck Moskaus ihren EU-Kurs gestoppt hatte.

(ww/sda)

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