In der Schweiz leiden Familien überdurchschnittlich unter Armut
publiziert: Freitag, 20. Jun 2003 / 13:49 Uhr

Bern - Familien sind überdurchschnittlich von Armut betroffen. Familienergänzungsleistungen sollen diese Armut lindern. Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren (SODK) hat deshalb verschiedene Modelle für ein solches System präsentiert.

Familien haben in der Schweiz oft ein hartes Los.
Familien haben in der Schweiz oft ein hartes Los.
Die Ergänzungsleistungen (EL) zu AHV und IV erwiesen sich als ein sehr effektives und effizientes Mittel, um Armut bei Rentnern zu vermindern, hielten die Sozialdirektoren an einer Medienkonferenz in Bern fest. Eine Übertragung auf Familien müsse aber grundlegenden Unterschieden Rechnung tragen.

Der im Auftrag der SODK verfasste Bericht des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien hält fest, dass ein Spannungsfeld zwischen dem Interesse der betroffenen Familien an einer gesamtschweizerisch möglichst gleichen Behandlung und dem Interesse der Kantone auf massgeschneiderte Lösungen bestehe.

Politisch realisierbar seien wohl nur Lösungen, welche den Kantonen einen erheblichen Gestaltungsspielraum einräumten, heisst es. Als Kompromiss scheine insbesondere jene Variante sinnvoll, die eine gesamtschweizerische Minimalvorgabe für Kinderergänzungsleistungen bis zum 15. Lebensjahr vorsehe.

Das in der Studie präsentierte Grundmodell unterscheidet zwischen Kinder- und Elternergänzungsleistung. Mit der Kinder-EL werden die Kinderzulagen auf den minimalen Lebensbedarf der Kinder aufgestockt. Die Eltern-EL soll allfällig verbleibende Lücken für die ganze Familie decken. Die Leistungen differieren je nach Alter des jüngsten Kindes.

Mit der Kompromiss-Variante könnte erreicht werden, dass für arme Familien in der gesamten Schweiz die uneinheitlichen Kinderzulagen auf einen einheitlichen minimalen Lebensbedarf aufgestockt würde. Bei den verbleibenden Leistungen (Kinder-EL für Jugendliche und Eltern-EL bei Kleinkindern) wären die Kantone in der Ausgestaltung frei. Ihre Leistungen würden durch den Bund aber einheitlich subventioniert.

(bsk/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Bevölkerung in der Schweiz wächst.
Die Bevölkerung in der Schweiz wächst.
Publinews Die Schweiz ist mit rund 41.285 km² ein recht kleines Land, dessen Bevölkerung hauptsächlich im urbanen Raum angesiedelt ist. Die meisten Menschen, die in der Stadt leben, bewohnen 3-Zimmer-Wohnungen in einem der knapp 540.000 städtischen Gebäuden. mehr lesen  
Der Anteil der Personen unter 30 an der Erwerbsbevölkerung hat sich in den letzten drei Jahrzehnten stark verringert  2020 machten die 15- bis 29-Jährigen 22,0% der Erwerbsbevölkerung aus; 30 Jahre zuvor waren es noch 29,7%. Knapp ein Drittel der jungen Erwachsenen, die sich in Ausbildung befinden und gleichzeitig erwerbstätig sind, hatte 2020 einen befristeten Vertrag und nahezu jede siebte Person in diesem Alter arbeitete auf Abruf. mehr lesen  
Die EKW beobachtet den Wohnungsmarkt  Bern - Die Bedeutung des Wohnens hat während der Pandemie zugenommen. Grössere Wohnungen und ... mehr lesen  
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Bern - Die Museen des Bundesamtes für Kultur (BAK) setzen in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt mit Massnahmen zur Stärkung der Inklusion. Zu diesem Zweck haben sie mit der Fachstelle Kultur inklusiv von Pro Infirmis Partnerschaften abgeschlossen. Kernanliegen des Labels «Kultur inklusiv» bildet die ganzheitliche Inklusion von Menschen mit Behinderung. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 10°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Basel 12°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten