In der Schweiz sterben 56 Kinder an den Folgen von Gewalt
publiziert: Donnerstag, 18. Sep 2003 / 12:06 Uhr

Genf - Gewalt gegen Kinder ist in Industrieländern Realität. In den letzten fünf Jahren starben 3500 Kinder vor ihrem 15. Lebensjahr an den Folgen körperlicher Misshandlung, darunter 56 in der Schweiz. UNICEF fordert deshalb verstärkte Massnahmen gegen Gewalt.

Gewalt gegen Kinder ist in Industrieländern Realität.
Gewalt gegen Kinder ist in Industrieländern Realität.
Erstmals sei eine vergleichende Analyse über fünf Jahre in den 27 reichsten Ländern gemacht worde, wie UNICEF Schweiz in Genf mitteilte. Die Zahlen würden jedoch nur die Spitze des Eisberges zeigen.

Die Schweiz liegt demnach mit einer Todesrate von 0,9 pro 100 000 Kindern im Mittelfeld. Weniger Gewalt gegen Kinder gibt es zum Beispiel in Spanien, Italien und Norwegen. In Belgien, Tschechien und Frankreich liegt die Rate hingegen noch höher.

Laut UNICEF Schweiz ist der Schutz der Kinder ungenügend. Die Schweiz habe zwar die Konvention über die Rechte der Kinder 1997 ratifiziert.

Dennoch gehöre sie zu den Ländern, die im Gegensatz zu Deutschland, Finnland und Österreich gewisse Formen von Körperstrafe nach wie vor zulassen, zum Beispiel eine einzelne Ohrfeige im Affekt sofern sie nicht zu Häufig erfolgt. Genau darin liegt laut UNICEF das Problem, da dies eine Ermessenfrage sei.

Gründe für Gewalt an Kindern seien meist Armut und Stress. In 80 Prozent der Fälle seien die Täter die biologischen Eltern. Oft finde die Gewaltanwendung im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenmissbrauch statt.

UNICEF fordert, dass körperliche Gewalt gegen Kinder in allen Ländern per Gesetz verboten wird.

(bsk/sda)

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