Interimsarmeechef Blattmann bewirbt sich nicht

publiziert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 12:34 Uhr

Bern - Der interimistische Armeechef André Blattmann wird sich nach eigenen Angaben nicht als Nachfolger des abgetretenen Roland Nef bewerben. Gegenwärtig sucht sein Führungsstab nach Wegen, wie die Armee billiger werden könnte.

Die Politik müsse sich einig werden, wie die Armee in der Zukunft aussehen solle, so Blattmann.
Die Politik müsse sich einig werden, wie die Armee in der Zukunft aussehen solle, so Blattmann.
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Für die Nachfolge von Roland Nef werde er sich nicht bewerben, sagte Blattmann in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Wenn ihn der Bundesrat aber anfragen würde, werde er darüber nochmals nachdenken.

In einer Krise sei die Armee nicht, es gebe aber eine Unruhe, sagte Blattmann weiter. «Was aber als Krise bezeichnet wird, ist die Verunsicherung der Politik.» Diese müsse sich einig werden, wie die Armee in der Zukunft aussehen solle. «Die Politik muss uns endlich sagen, was sie will.»

Er habe aber nicht den Eindruck, dass das Parlament mit einem anderen VBS-Chef einiger wäre, sagte Blattmann auf die Frage, ob ein Rücktritt von Verteidigungsminister Samuel Schmid die Arbeit erleichtern würde.

Keine Kampfjets?

Mit der Sicherheit des Landes sollte niemand spielen, sagte Blattmann an die Adresse der SVP, die kein Rüstungsprogramm mehr unterstützen will, solange Samuel Schmid im Amt ist. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Mehrheit des Parlaments will, dass die Armee ihre Aufgaben nicht wahrnehmen kann.»

Die Armee sei gestrafft worden, um Geld zu sparen und trotzdem fehlten die Mittel, sagte Blattmann. Bis Ende Jahr werde er deshalb Vorschläge für Sparmassnahmen machen. Es werde etwa geprüft, ob es weniger Wiederholungskurse (WK) geben solle. Blattmann wollte auch nicht ausschliessen, dass von den Sparmassnahmen auch die Beschaffung von neuen Kampfjets betroffen sein wird.

(tri/sda)

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