Internet fördert Kommunikation in Familien

publiziert: Dienstag, 21. Okt 2008 / 09:38 Uhr

Washington - Das Internet schafft neue Kommunikationsformen innerhalb von Familien. Anders als das Medium Fernsehen fördert die Nutzung des Webs eher die Gesprächskultur zwischen Familienmitgliedern als dass es ihr schadet.

Im Durchschnitt sieht das soziale Leben der Internetuser ähnlich aus wie jenes von Nichtnutzern. (Symbolbild)
Im Durchschnitt sieht das soziale Leben der Internetuser ähnlich aus wie jenes von Nichtnutzern. (Symbolbild)
2 Meldungen im Zusammenhang
Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Pew Internet & American Life Project, die sich damit auseinandersetzt, wie sich Internet, Computer und Handys auf das Zusammenleben auswirken.

«Wir waren erstaunt zu sehen, dass viele Familien das Internet als Ort nutzen, um Erfahrungen auszutauschen», sagt Tracy Kennedy, Autorin des Berichts «Networked Families», der auf Grundlage der Erhebung unter 2252 US-Amerikanern basiert.

Es komme häufig vor, dass Familienmitglieder Inhalte im Netz auch anderen Personen im Haushalt zeigen, Informationen und Entdeckungen teilen.

Gemeinsam

Mehr als 50 Prozent der Befragten, die mit jemandem zusammenleben und zumindest ein Kind haben, gehen mehrmals pro Woche gemeinsam mit einer zweiten Person online.

47 Prozent sagen, die Verbreitung von neuen Technologien habe die Qualität der Kommunikation innerhalb der Familie verbessert. In etwa ähnlich viele Befragte geben an, es habe sich nichts geändert. In jedem Fall sind Computer, Internetzugang und Handys inzwischen aber fixer Bestandteil des Alltags von Familien.

So besitzen zum Beispiel bereits knapp 60 Prozent der Haushalte mit Kindern zwei oder mehr Computer. Zwei Drittel davon verbinden die einzelnen Geräte innerhalb der Familie über ein Netzwerk.

Näher als zur Zeit ihrer Jugend

Ein Viertel der Erwachsenen sagt, die Familienangehörigen seien sich heute näher als zur Zeit ihrer Jugend. Vor allem das Handy trägt vielfach dazu bei, dass sich die Kommunikation zwischen den einzelnen Personen verbessert. Das Bild des typischen asozialen Computerfreaks trifft laut der Studie nicht auf die Allgemeinheit der Internetnutzer zu.

Im Durchschnitt sieht das soziale Leben der Internetuser ähnlich aus wie jenes von Nichtnutzern. «Sie sind gleichzeitig mit ihren Familien zusammen und knüpfen Verbindungen zu Freunden und Verwandten, die anderswo leben», heisst es in dem Bericht. Weder handle es sich um isolierte Wesen, noch um traditionelle Familien. Diese Haushalte seien vielmehr Beispiele für das Zusammenspiel von individuellen Aktivitäten und Familienleben.

Weniger Zeit am TV-Gerät

Aus der Studie geht auch hervor, dass das Fernsehen weiterhin Nutzer an das Web verliert. Ein Viertel der Befragten gibt an, aufgrund der Internetnutzung weniger Zeit vor dem TV-Gerät zu verbringen. Das gilt vor allem für die jüngeren Zielgruppen. Neun von zehn Personen sagen zudem, das Web habe keine Auswirkungen darauf, wie viel Zeit sie für Freunde und Familie aufbringen.

Dass das Internet der zwischenmenschlichen Kommunikation dienlich ist, belegen auch Untersuchungen aus dem deutschsprachigen Raum. Immerhin steht der Austausch über E-Mail, Chat oder Social Communitys für die meisten User bei der Internetnutzung im Vordergrund.

(li/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Besonders vielversprechend sind Wohnprojekte, bei denen gemeinnütziges Wohneigentum mit Mietwohnungen kombiniert wird.
Besonders vielversprechend sind ...
Publinews Angesichts der stetig steigenden Immobilienpreise und der sinkenden Wohneigentumsquote in der Schweiz bietet gemeinnütziges Wohneigentum eine attraktive Alternative zum klassischen Eigenheim. mehr lesen  
Apotheke & Pharma News Das Streben nach dem perfekten Körper hat in Hollywood eine neue, unschöne Wendung genommen: das sogenannte ... mehr lesen  
Durch schnelle Gewichtsabnahme, z.B. mit Ozempic, kann die Haut nicht regenerieren und die Dermis fällt ein wie bei alten Menschen.
Die Qualität sei top, so Pharmasuisse.
Apotheke & Pharma News In der Schweiz beteiligen sich Apotheken derzeit an verschiedenen Projekten zur legalen Abgabe von Cannabis als Genussmittel. Vier ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 29°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Basel 15°C 30°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 13°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Bern 12°C 28°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Luzern 14°C 29°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Genf 15°C 28°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
Lugano 18°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten