Mobilfunk und Internet in Entwicklungsländern

«Internet ist genauso wichtig wie sauberes Wasser»

publiziert: Dienstag, 17. Mai 2011 / 13:33 Uhr
Mädchen in Kenema, Sierra Leone, mit Laptops der Initiative «One Laptop per Child».
Mädchen in Kenema, Sierra Leone, mit Laptops der Initiative «One Laptop per Child».

Die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt werden derzeit massiv mit Mobilfunk und Internetanschlüssen versorgt. Das teilte die Internationale Fernmeldeunion (ITU) auf der Konferenz LDC IV der Vereinten Nationen in Istanbul mit.

5 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

One Laptop per Child
Internetseite des Ausbildungsprojekts.
laptop.org/en

ITU
Internetseite der UN-Organisation für Information und Kommunikation.
itu.int

Die Organisation bezeichnete den rasanten Anstieg in den vergangenen zehn Jahren als «Mobilfunk-Wunder». So soll der Zugriff auf Mobilnetze sowie einfache Datenverbindungen seit 2001 von durchschnittlich 1,2 Prozent der Bevölkerung auf fast 30 Prozent angestiegen sein. Auf der Konferenz LDC III erwartete die Organisation lediglich 5 Prozent bis 2011. Bereits 2009 lagen nur noch wenige Länder wie Myanmar, Kiribati, Eritrea und Äthiopien unter diesem Wert. Die Zahl der unterversorgten Entwicklungsländer soll nach Aussagen der ITU weiterhin fallen.

Vor zehn Jahren war der Mobilfunk lediglich den Industrienationen vorbehalten. In der Zwischenzeit hat die ITU etwa 250 Millionen Menschen in 48 der am wenigsten entwickelten Ländern mit einem Zugang zum Mobilfunk versorgt. Während in den entwickelten Ländern die jährlichen Wachstumsraten lediglich etwa 7,1 Prozent betrugen, lagen diese in den ärmeren Ländern bei 42,6 Prozent. Die Zahl der Festnetzanschlüsse seien hingegen im letzten Jahrzehnt kaum gestiegen.

Noch viel zu wenige Internet-Nutzer

Zwar habe die Nutzung des Internets in den Entwicklungsländern ebenfalls gute Fortschritte gemacht, im Vergleich zu 2001 sei die durchschnittliche Anschlussdichte aber von 0,3 nur auf 2,5 Prozent gestiegen. Nach Dr. Hamadoun Touré, Generalsekretär der ITU, länge dies jedoch noch weit unter den Zielen der Organisation.

«Die Leute fragen mich, ob die Internet-Nutzung wirklich eine so hohe Priorität für Menschen haben sollte, die vom Mangel an sauberem Wasser, steigenden Nahrungsmittelpreisen und einem chronischen Mangel an Gesundheitsfürsorge betroffen sind,» sagte Dr. Touré. «Meine Antwort ist ein klares 'Ja'. Denn das Internet - vor allem Breitband - hat das ausserordentliche Potenzial, lebenswichtige Dienstleistungen wie etwa das Gesundheits- und Bildungswesen massiv voranzutreiben. Nirgendwo ist dies wichtiger als in Ländern, wo den Menschen diese Dienste dauerhaft vorenthalten werden.»

Weiterer Ausbau geplant

Um den Ländern zu helfen, die Entwicklung der Telekommunikationsdienste voranzutreiben, stellte die ITU in Istanbul ein Programm in fünf Punkten vor: Bis zum Jahr 2020 sollen 25 von 100 Einwohnern mobil telefonieren können und 15 Prozent der Menschen mit einer Internet-Verbindung versorgt werden. Ausserdem sollen in den Entwicklungsländern neuere Technologien wie etwa Breitband, digitales Radio und schnellere Netzwerke zum Einsatz kommen.

Des weiteren möchte die Organisation die Länder dabei unterstützen, Vertrauen beim Umgang mit Cyber-Themen und Netzwerken zu bilden sowie günstige Rahmenbedingungen auf politischer und rechtlicher Ebene zu schaffen. Die Ermittlung innovativer Wege, um ärmere Länder grossflächig mit Breitband-Internet zu versorgen, wird zudem auch ein Thema eines bevorstehenden weltweiten Gipfels der ITU im Oktober 2011 sein.

(fkl/teltarif.ch)

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