Internet überholt Zeitschriften
publiziert: Donnerstag, 4. Dez 2003 / 08:28 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Dez 2003 / 08:46 Uhr

London - Europaweit widmen Menschen mehr Zeit dem Internet als der Lektüre von Zeitschriften. Dies ergab eine Studie der EIAA (European Interactive Advertising Association).

Viele Werber kennen das Verhalten von Internet-Users nicht.
Viele Werber kennen das Verhalten von Internet-Users nicht.
Die EIAA-Studie zeigt auf, dass beim durchschnittlichen Medienkonsumenten in Europa das Internet mit 10 Prozent die Zeitschriften mit 8 Prozent überholt hat.

Diese Zahlen stünden allerdings noch im krassen Missverhältnis zu den Werbeanteilen der beiden Medien. Während Online-Werbung nur rund 1,5 Prozent des gesamten Werbe-Volumens ausmacht, liegt der Zeitschriften-Werbeanteil bei 10,5 Prozent.

Nigel Morris, Präsident of Carat Interactive Worldwide, kommentierte dies: "Das Konsumentenverhalten im Internet ist dem derzeitigen Werbemarkt immer einen Schritt voraus. Werber müssen im Moment konstant die Rolle des Internet neu evaluieren und herausfinden, wie Marketing- und Kommunikationskonzepte am besten ins Netz eingebaut werden können.“

Das Internet liegt mit 10 Prozent nun Tageszeitungen im Nacken, die 13 Prozent Zeitanteil beim durchschnittlichen Medienkonsumenten in Europa beanspruchen.

Mit 41 Prozent liegt das Fernsehen unangefochten an der Spitze. Allerdings räumen 45 Prozent der Befragten in der EIAA-Studie ein, wegen dem Internet weniger Fern zu sehen. Weiter erachteten 90 Prozent der Studie das Fernsehen als zu Werbe lastig, nur 45 Prozent sagten das gleiche vom Internet.

(bsk/news.ch)

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