Irak-Berichte: Blair greift die BBC scharf an

publiziert: Montag, 7. Jul 2003 / 07:18 Uhr

London - Der britische Premierminister Tony Blair hat die Rundfunkanstalt BBC wegen eines Berichts scharf angegriffen. Der BBC-Bericht war zum Schluss gekommen, dass Blair die Öffentlichkeit über die wahren Gründe für den Irak-Krieg getäuscht haben soll.

Tony Blairs auf Blitzbesuch in Basra im Mai 2003.
Tony Blairs auf Blitzbesuch in Basra im Mai 2003.
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Blair nannte dies in einem Interview mit der Sonntagszeitung The Observer absurd und den schlimmstmöglichen Angriff auf meine Integrität. Downing Street verlangt von der BBC nach den Angaben einen vollständigen Widerruf.

Die BBC blieb jedoch hart. Der Verwaltungsrat der Rundfunkanstalt stellte sich in einer Stellungnahme nach einer Krisensitzung mit Programmverantwortlichen hinter den verantwortlichen Reporter.

Dieser hatte im Mai unter Berufung auf eine nicht näher genannte Geheimdienstquelle berichtet, die Regierung habe ein Geheimdienstdossier über die Gefährlichkeit Saddam Husseins und dessen angeblich vorhandene Massenvernichtungswaffen aufgebauscht.

Der BBC-Verwaltungsrat kam zu dem Schluss, dass sich die an der Berichterstattung Beteiligten korrekt verhalten hätten.

Heute will ein parteiübergreifender Untersuchungsausschuss des britischen Unterhauses einen Bericht zu den Vorgängen vorlegen.

Nach britischen Zeitungsberichten sind die Parlamentarier zum Schluss gekommen, dass die Regierung die von Irak ausgehende Gefahr nicht übertrieben hat.

(bsk/sda)

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