Irakische Schiiten fordern Abzug der US-Armee
publiziert: Montag, 19. Mai 2003 / 17:08 Uhr

Bagdad - Tausende Schiiten haben erstmals seit 30 Jahren in Bagdad die Geburt des Propheten Mohammed gefeiert. Die Versammlung der Gläubigen wurde zugleich zu einer politischen Demonstration.

Die Schiiten konnten erstmals öffentlich die Geburt des Propheten feiern
Die Schiiten konnten erstmals öffentlich die Geburt des Propheten feiern
Bei ihrem Protestzug durch den vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil Kazhimija sprachen sie sich dafür aus, den Gelehrten der massgeblichen schiitischen Religionsschule Hauza Ilmija in Nadschaf eine wichtige Rolle bei der Führung des Landes zu geben.

Der ehemalige irakische Aussenminister Adnan Padschaschi sagte derweil in Bagdad, der Prozess zur Bildung einer Übergangsregierung müsse beschleunigt werden.

Diese Regierung müsse auf einer breiten Basis beruhen und möglichst alle politischen Gruppierungen und Volksgruppen des Landes repräsentieren. Sie dürfe nicht allein unter dem Einfluss der ehemaligen Exil-Oppositionsgruppen stehen.

Einen ähnlichen Aufruf verbreiteten drei Religionsgelehrte aus Nadschaf, darunter der als gemässigt geltende einflussreiche Geistliche Ali el Sistani.

Eine irakische Übergangsregierung müsse die Unabhängigkeit des Irak und die Sicherheit im Land gewährleisten und für eine zügigere Ausbezahlung der Gehälter an die Beamten sorgen.

Unterdessen dementierte der US-Zivilverwalter für Irak, Paul Bremer, Berichte, wonach die US-Regierung die Bildung einer Übergangsregierung in Irak auf unbestimmte Zeit verschieben wolle. Die Ernennung dieser Regierung werde so schnell wie möglich erfolgen, sagte er in Bagdad.

Einige irakische Politiker erklärten, die Amerikaner planten in Irak eine Art Stammesversammlung nach dem Modell der afghanischen Loja Dschirga mit 500 Teilnehmern, die dann eine Übergangsregierung wählen solle.

(rr/sda)

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