Irakischer Finanzminister festgenommen
publiziert: Samstag, 19. Apr 2003 / 22:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Apr 2003 / 22:36 Uhr

Doha - Irakische Polizisten haben den früheren Finanzminister und Vize-Regierungschef Hekmat Ibrahim el Assawi festgenommen und an US-Soldaten übergeben. Assawi stand auf der Liste der 55 von den USA meistgesuchten Irakern.

Erstmals seit dem Fall von Bagdad wurde ein Minister festgenommen.
Erstmals seit dem Fall von Bagdad wurde ein Minister festgenommen.
Ein Sprecher des US-Zentralkommandos wertete die Festnahme Assawis durch irakische Polizisten als Indiz dafür, dass die irakische Bevölkerung die Kontrolle über die Ereignisse erlangt. Assawi ist der fünfte festgenommene Regierungsvertreter, der auf der US-Fahndungsliste steht. Er nahm darauf Platz 45 ein.

Gemäss US-Zentralkommando stellte sich auch ein Mitglied der radikalen Palästinensergruppe Abu Nidal den US-Marines in Bagdad. Chala Chadr el Salahat, der nicht auf der US-Liste steht, habe sich der 1. Marineinfanterie-Division in Bagdad ergeben.

Kontrolle übergeben

Derweil übernahm die 3. Infanteriedivision nach US-Angaben in der Nacht die Kontrolle von den US-Marineinfanteristen. Zusätzlich seien erste Teile der 4. Infanteriedivision in die Stadt verlegt worden. Die rund 30 000 Mann starke Truppe war bislang in Kuwait stationiert. Nach US-Armee-Angaben sollen die Marines Irak bis Dienstag verlassen.

Dass die US-geführten Truppen bald ganz aus Irak abziehen und der UNO Platz machen, wünschen die Aussenminister Irans, Jordaniens, Syriens, Kuwaits, Saudi-Arabiens, der Türkei, Ägyptens und Bahrains. Bei einem Treffen in Riad verabschiedeten sei eine entsprechende Erklärung. Der UNO komme bei der Lösung der Irak-Krise eine zentrale Rolle zu, hiess es darin.

Auch der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, warnte in einem Interview mit der Bild am Sonntag vor einem Bürgerkrieg in Irak. Ein Bürgerkrieg könne dann verhindert werden, wenn die Iraker ihre Zukunft selbst bestimmen könnten.

Humanitäre Hilfe ein Schritt weiter

Neben diesen Diskussionen kam die humanitäre Hilfe für Irak wieder einen Schritt weiter. Zwischen dem südirakischen Hafen Umm Kasr und Basra konnte die Bahnverbindung wieder eröffnet werden. Damit könne die Hilfe schneller in die Millionenstadt gebracht werden, sagte der britische Militärsprecher Jo Bowlt.

(bert/sda)

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