Iran am Pranger: Weltweite Proteste gegen die Mullahs

publiziert: Samstag, 25. Jul 2009 / 17:54 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Jul 2009 / 21:04 Uhr

Teheran/Berlin - Weltweit haben Demonstranten gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran protestiert. In rund 80 Städten - darunter Genf und Lausanne - gingen die Menschen auf die Strasse.

Versammlungs- und Meinungsfreiheit achten: Bassidsch-Milizen verprügeln Demonstranten.
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Vor der Place des Nations in Genf versammelten sich rund 250 Angehörige der iranischen Diaspora in der Schweiz. «Shame on you Ahmadinejad» skandierten sie und prangerten Menschenrechtsverstösse des Teheraner Regimes von Präsident Mahmud Ahmadinedschad an.

Die Demonstranten - darunter viele junge Menschen - hoben Fotos mit dem Konterfei von Neda in die Höhe, der jungen Frau, die im Juni bei den Unruhen nach der Präsidentschaftswahl im Iran ums Leben gekommen war. Luftballone in den iranischen Nationalfarben weiss, grün und rot stiegen in den Genfer Himmel.

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es ebenfalls zu Protesten gegen den umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor sechs Wochen gekommen.

«Tod dem Diktator»

Nach Angaben von Augenzeugen skandierten hunderte Menschen bei einer Demonstration im Norden der iranischen Hauptstadt Parolen wie «Tod dem Diktator» oder «Allahu Akbar» («Gott ist gross»). Die Polizei sei eingeschritten, um die Demonstration aufzulösen, hiess es weiter.

Zu dem weltweiten Aktionstag für Menschenrechte und Medienfreiheit im Iran hatten Amnesty International (ai), Reporter ohne Grenzen und P.E.N. aufgerufen. Anlass ist das brutale Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen die Massenproteste nach Ahmadinedschads umstrittener Wiederwahl im Juni.

UNO soll handeln

Die Organisatoren forderten, die UNO müsse schwere Menschenrechtsverletzungen im Iran umgehend untersuchen. Gewaltlose politische Gefangene müssten freikommen, die Versammlungs- und Meinungsfreiheit geachtet werden.

An der Protest-Kundgebung in Amsterdam wurde eine Ansprache der iranischen Menschenrechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi erwartet. In Berlin war am Samstagabend eine Lichterkette zwischen den Botschaften Frankreichs, Grossbritanniens und Russlands geplant. Auch in Rom, Paris und New York waren Kundgebungen angekündigt.

(tri/sda)

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