Islamistischer Terrorismus bedroht die Schweiz

publiziert: Dienstag, 30. Mai 2006 / 12:19 Uhr

Bern - Die Schweiz ist vor Anschlägen islamistischer Terroristen nicht gefeit. Europa sei von einem Ruhe- und Unterstützungsraum zu einem Operationsfeld der Dschihadisten geworden, stellt das Bundesamt für Polizei (fedpol) fest.

Der typische Terrorist ist nicht mehr so einfach zu erkennen. (Archivbild)
Der typische Terrorist ist nicht mehr so einfach zu erkennen. (Archivbild)
In dem Bericht «Innere Sicherheit 2005» schreibt fedpol-Direktor Jean-Luc Vez, Europa sei neu eine Arena des islamistischen Terrorismus.

Konkrete Vorbereitungshandlungen für Anschläge in der Schweiz seien zwar nicht endgültig nachgewiesen. Dies könne sich aber «rasch und jederzeit» ändern.

Die dschihadistische Methode habe sich gewandelt, heisst es in dem Bericht. Der gewaltbereite Islamist komme nicht mehr nur aus dem Ausland, sondern operiere auch unsichtbar und unerwartet im Inland.

Für ein westeuropäisches Land mit einer aktiven islamistischen Szene könnte sich die Terrorbedrohung erhöhen.

Sicherheitsgefühl weiter gut

Je individueller Dschihadisten handelten, desto schwieriger werde ihre Identifikation vor der Tat, heisst es in dem Bericht. Deshalb müssten wie im europäischen Umfeld die nachrichtendienstlichen Mittel ausgebaut werden.

Das Sicherheitsgefühl der Schweizerinnen und Schweizer sei trotz den Anschlägen in London und Madrid weiterhin gut. Die Schweiz sei nach wie vor «relativ wenig bedroht».

Doch seien die negativen Trends ungebrochen. Die Jugendgewalt und die Gewalt im Rechts- und Linksextremismus, Hooliganismus und Menschenhandel nähmen zu.

Gefährliche Hooligans

Die rechts- und linksextremen Szenen und ihre Gewaltpotenzial stellten allerdings keine wirkliche Bedrohung der inneren Sicherheit der Schweiz dar, stellt das fedpol fest. Gefährlicher seien die Hooligans.

Die Zahl der Mitglieder der rechtsextremen Szene hat laut fedpol im letzten Jahr um 200 auf 1200 zugenommen.

In der linksextremen Szene, die - bei schlechterer Datenlage - auf rund 2000 Aktivisten geschätzt wird, sei die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung gesunken.

(rr/sda)

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