Israel bekommt einen Rüffel von der UNO
publiziert: Freitag, 16. Okt 2009 / 17:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Okt 2009 / 17:58 Uhr

Genf - Die palästinensische Autonomiebehörde und die radikalislamische Hamas-Organisation haben das Votum des UNO-Menschenrechtsrates zum Goldstone-Bericht begrüsst. Israel hat die Resolution hingegen als einseitig und ungerecht zurückgewiesen.

Mahumd Abbas unterstützt die Empfehlungen der Goldstone-Kommission. (Archivbild)
Mahumd Abbas unterstützt die Empfehlungen der Goldstone-Kommission. (Archivbild)
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Der Menschenrechtsexperte Richard Goldstone war in seiner Untersuchung im Auftrag des Rates zum Gaza-Krieg zum Schluss gekommen, dass sowohl Israelis wie Palästinenser Kriegsverbrechen begangen haben. Der UNO-Menschenrechtsrat in Genf verabschiedete eine entsprechende Resolution zu dem Bericht mit 25 zu 6 Stimmen bei 11 Enthaltungen.

Die schwer in Bedrängnis geratene Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat mit dem Votum einen ersten Befreiungsschlag landen können.

Unterstützung für Palästinenser

«Das zeigt, dass es internationale Unterstützung für die Rechte der Palästinenser gibt», sagte Nabil Abu Rudeinah, Sprecher von Abbas, in Ramallah. Er rief dazu auf, die Empfehlungen der Goldstone-Kommission umzusetzen, um die Palästinenser künftig vor israelischen Angriffen zu schützen.

Aus Sicht der Hamas trägt Israel jedoch die Alleinschuld an dem Krieg. Der Sprecher der radikalislamischen Hamas, Sami Abu Suhri, sagte in Gaza: «Das Wichtigste ist jetzt, die nächsten Schritte zu machen und sicherzustellen, dass die zionistischen Kriminellen (Israel) vor Gericht gebracht werden.»

Resolution «ignoriere» Angriffe der Hamas

Die Resolution ignoriere die mörderischen Angriffe der Hamas und anderer palästinensischer Terrororganisationen auf israelische Zivilisten, heisst es in einer Erklärung des israelischen Aussenministeriums. Israel werde weiterhin sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen und das Leben seiner Bürger schützen.

Die Annahme der Resolution schwächt aus Sicht der Regierung in Jerusalem nicht nur die Bemühungen, Menschenrechte in Übereinstimmung mit internationalem Recht zu schützen, sondern auch die Bemühungen um einen Frieden im Nahen Osten. Die Resolution fördere Terrororganisationen weltweit und untergrabe den Weltfrieden, heisst es weiter.

(zel/sda)

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Immerhin
weiss man da, was man hat.
Zitat middas
"Ja Kubra, aber dies ist nun eine sehr bekannte und einseitige Propaganda-Seite."
http://www.israelnet.de/news.htm
und der Artikel ist nicht mal gelogen.
Propaganda
Ja Kubra, aber dies ist nun eine sehr bekannte und einseitige Propaganda-Seite.
Tja guter Clip
Wo er recht hat, hat er recht der gut Dr. Al-Qaardhawi. Wenn er seine Macht nur positiv und nicht zur Unterstützung von Terroristen verwenden würde.

Die Meinung über Produktion und Arbeit ist hier mittlerweile aber sehr verbreitet. Wirklich hart arbeiten nur Pakistani, Inder und Chinesen in diesen Ländern. Zu den hart arbeitenden in der U.A.E. gehören übrigens auch die Palästinenser und die haben so ziemlich die ganze Verwaltung im Griff.
Auch wahr
Zitat Middas
"Bitte beachten Sie den Namen Goldstone."

Bitte beachten Sie den Namen Human Rights Watch
Hier derLink und zugegebenermassen eher "My Piece of Cake"
http://www.israelnet.de/news.htm
Goldstone Report
"Das heisst auch nicht das man Befürworter der Gegenseite ist. The first casualty of war is the truth."
Ich achte Goldstone wie einen anderen Vertreter des Vorstandes der hebräischen Universität Jerusalem. Er ist ein echter israelischer Patriot von altem Schlage, der die Prinzipien - "Nur die Wahrheit kann bestehen" und "keine Selbsttäuschung" - lebt mit allen Konsequenzen.

Der Gaza Konflikt hat die Schizophrenie dieses Krieges und der israelischen Militärdoktrin aufgezeigt. Auf der einen Seite wurden über 100 000 Anrufe getätigt und eine Million Flugblätter verteilt, um die Zivilbevölkerung vor einem Angriff zu warnen. Andererseits hat man die modernsten Mittel eingesetzt, mit enormer Feuerkraft, um die eigenen Truppen nicht zu gefährden. Die Doktrin der Israelischen Armee ist immer noch auf einen Verteidigungskrieg gegen übermächtige Gegner ausgerichtet.

Wie schon Moshe Dayan und andere nach ihm festgestellt haben.
(Frei übersetzt)
"Unserer Armee ist nicht für Polizeieinsätze geschaffen worden. Wir sollten die besetzten Gebiete schnell wieder los werden, bevor wir unsere Moral in Besatzungsgefechten verlieren"

Diese Weisheit begleitet jeden Staatschef Israels seither. Und hat sich noch jeder/jedem diese Wahrheit während der Amtszeit erschlossen.

Leider war bisher niemand da, dem man soweit trauen konnte, um alles zu übergeben. Als man es mit Gaza versucht hat, kam es zum Dauerraketenbeschuss und dem Hassregime der Hamas.
Und auch dies
Bin ganz erstaunt. Diese Selbsterkentnis von einem ausgewiesenen Hardliner, der unter anderem Selbstmordattentate rechtfertigt.

Dr. Yousuf Al-Qaradhawi, der bestätigt, was ich schon immer frech behaupte

http://www.youtube.com/watch?v=TJ73cfT8Ljk
The first casualty
Es gibt Momente in der Politik, da sollte man wie beim Fussballspiel einfach mal eine Niederlage eingestehen. Auch wenn der Vergleich bei so vielen Toten etwas zynisch ist.

Kriegsverbrechen wurden begangen und das ist jetzt auch durch den Goldstone Report bewiesen. Bitte beachten Sie den Namen Goldstone.

Das heisst auch nicht das man Befürworter der Gegenseite ist. The first casualty of war is the truth.
Was ich noch erzählen wollte
Der ehemalige Kommandeur der britischen Truppen in Afghanistan und Offizier in anderen Feldzügen der Briten, Col. Richard Kemp sagt als Experte vor dem Ausschuss folgendes

http://blog.unwatch.org/

"During Operation Cast Lead, the Israeli Defence Forces did more to safeguard the rights of civilians in a combat zone than any other army in the history of warfare,”"

Während der Operation "Cast Lead" hat die „Israeli Defence Forces” (IDF) mehr dafür getan, dass die Rechte von Zivilisten in einer Kriegszone gewahrt wurden, als jede andere Armee in der Geschichte der Kriegsführung.

Er sagt weiter, dass die Hamas und die Hisbollah Meister darin seien, die eigene Bevölkerung als Schutzschild und Geisel zu nehmen, und die daraus resultierenden Opfer in der Zivilbevölkerung mithilfe serviler Vertreter der Massenmedien als gezielte Gräueltaten Israels darzustellen.

Sein Vortrag hat den arabischen Sponsoren des Gipfeltages nicht gefallen.
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