Israel beschoss Journalisten eventuell gezielt

publiziert: Samstag, 19. Apr 2008 / 08:13 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Apr 2008 / 12:10 Uhr

New York - Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch hat nach dem israelischen Militäreinsatz am Mittwoch in Gaza eine unabhängige Untersuchung gefordert. Bei dem Angriff waren drei Zivilisten und ein Reuters-Kameramann ums Leben gekommen waren.

Gemäss Zeugen gab es keine Aktivitäten militanter Palästinenser.
Gemäss Zeugen gab es keine Aktivitäten militanter Palästinenser.
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Es gebe Hinweise darauf, dass Israel den Journalisten gezielt angegriffen habe, sagte der Direktor der Gruppe für den Nahen Osten, Joe Stork, am Freitag.

Gespräche mit einem Augenzeugen und mit einem unmittelbar nach dem Vorfall hinzugekommenen Journalisten sowie die letzten Bilder des Kameramannes deuteten darauf hin, dass es in dem Bereich zum dem Zeitpunkt keinerlei Aktivitäten militanter Palästinenser gegeben habe. Der Reuters-Kameramann Fadel Shana - ein Palästinenser - hatte einen knapp einen Kilometer entfernten israelischen Panzer gefilmt. Die Untersuchung der Leiche ergab nach Angaben von Ärzten, dass der Tod durch Pfeile aus einer in der Luft explodierten israelischen Panzergranate verursacht wurde.

Einige der drei Zentimeter langen Pfeile wurden auch in der mit einem Presseschild versehenen Schutzweste des 23-Jährigen und in dessen nicht gepanzerten Auto gefunden. Auch der Wagen trug Presseschilder. Reuters-Chefredakteur David Schlesinger hat von Israel eine rasche und unparteiliche Untersuchung gefordert.

Stahlnadelgeschosse umstritten

Eine Sprecherin des israelischen Militärs hatte erklärt, sie könne nicht bestätigen, dass ein Panzer auf den Kameramann gefeuert habe. Auch könne sie nicht kommentieren, welche Munition möglicherweise eingesetzt worden sei.

Der Einsatz der als Stahlnadelgeschoss bekannten Munition ist umstritten. Israel hat mitgeteilt, die Munition sei völkerrechtlich zugelassen. Der Oberste Gerichtshof Israels habe eine Klage wegen der Geschosse zurückgewiesen.

(ht/sda)

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