Israel lässt fast 200 Lastwagen mit Hilfsgütern in Gazastreifen
publiziert: Montag, 19. Jan 2009 / 07:59 Uhr / aktualisiert: Montag, 19. Jan 2009 / 09:05 Uhr

Jerusalem - Nach dem Ende der Offensive im Gazastreifen hat Israel erneut Hilfstransporte in das Palästinensergebiet genehmigt. Ein Konvoi mit 120 Lastwagen solle über den Grenzübergang Kerem Schalom Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen.

Bis zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama werden die Truppen zurückgezogen.
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Ein weiterer Konvoi mit 60 bis 70 Lkw solle den Grenzübergang Karni passieren, teilte ein israelischer Armeesprecher am Montag mit.

Zudem war die Lieferung von 40'000 Liter Heizöl vorgesehen. Seit Beginn der israelischen Offensive am 27. Dezember wurden nach Angaben der Armee 40'000 Tonnen Hilfsgüter wie Lebensmittel und Medikamente in den Gazastreifen gebracht.

Waffenstillstand

Israel hatte am Wochenende einen Waffenstillstand ausgerufen, der in der Nacht zu Sonntag in Kraft trat. Wenige Stunden später rief auch die radikalislamische Hamas eine Waffenruhe aus.

In der Nacht schwiegen denn auch die Waffen, wie eine israelische Armeesprecherin am Morgen sagte. Israel ziehe weitere Truppen aus dem Gazastreifen ab. Bislang seien Reservesoldaten jedoch noch nicht entlassen worden und blieben in erhöhter Alarmbereitschaft.

1300 Tote

Während der dreiwöchigen Offensive waren im Gazastreifen nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens 1300 Menschen getötet worden, darunter 410 Kinder. Mehr als 5300 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Auch Spitäler und Einrichtungen der Vereinten Nationen wurden bei israelischen Angriffen zerstört.

Nach israelischen Angaben sind unter palästinensischen Toten auch einige hundert Kämpfer. Auf israelischer Seite wurden zehn Soldaten getötet sowie drei Zivilisten, die durch Raketen aus dem Gazastreifen starben.

(sl/sda)

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