Italien stationiert 500 Soldaten im Mafia-geplagten Süden

publiziert: Samstag, 4. Okt 2008 / 17:43 Uhr

Rom - Die italienische Regierung hat 500 Soldaten in den Süden des Landes verlegt, um dort gegen die Mafia und das organisierte Verbrechen vorzugehen. Haupteinsatzgebiet ist die Region um Neapel.

Die italienische Regierung hat 500 Soldaten in den Süden des Landes verlegt.
Die italienische Regierung hat 500 Soldaten in den Süden des Landes verlegt.
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Der Einsatz ist vorerst bis Ende Jahr befristet. Die Regierung hatte die Stationierung vor zwei Wochen beschlossen, nachdem bei einer Schiesserei in der Nähe von Neapel ein Italiener und sechs Afrikaner getötet worden waren.

Die Polizei vermutet Machtkämpfe zwischen einem Mafia-Clan und afrikanischen Drogendealern als Hintergrund. Innenminister Roberto Maroni sprach von einer «Kriegserklärung der Camorra gegen den Staat».

Haupteinsatzgebiet der Soldaten und Polizisten ist die Umgebung von Caserta. Die Einsatzkräfte sind beauftragt, an Strassensperren Fahrzeuge zu durchsuchen.

Nach der Bluttat vom 18. September richtet sich der Verdacht vor allem gegen den Casalesi-Clan. Drei mutmassliche Täter wurden bereits festgenommen. In Caserta protestierten am Morgen mehrere tausend Menschen gegen die Camorra, darunter Bischof Raffaele Nogaro.

(smw/sda)

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