Italiener sollen laut Berlusconi länger arbeiten
publiziert: Montag, 25. Aug 2003 / 14:24 Uhr

Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will eine Rentenreform durchsetzen. Das durchschnittliche Rentenalter soll von 57 auf 62 Jahre angehoben werden, forderte er nach italienischen Medienberichten.

Silvio Berlusconi.
Silvio Berlusconi.
In Italien geht man zu früh in Pension. Es ist nicht mehr möglich, mit 57 Jahren in den Ruhestand zu treten, wenn man bedenkt, dass Frauen durchschnittlich 83 und Männer 80 Jahre alt werden, betonte Berlusconi in einem Beitrag für die rechtsorientierte Tageszeitung Libero.

Die Italiener sollen fünf Jahre länger arbeiten. Dies würde den Staat entlasten, der immer mehr Geld für die Aufrechterhaltung des Rentensystems ausgeben müsse. Er sei überzeugt, die Bedenken seiner Partner in der Mitte-Rechts-Koalitionsregierung entkräften zu können, sagte Berlusconi.

Arbeitsminister Roberto Maroni von der Liga Nord äusserte sich jedoch skeptisch und korrigierte den Regierungschef umgehend: Das tatsächliche Rentenalter betrage nicht 57, sondern knapp 60 Jahre. Damit liege es nur knapp unter dem EU-Schnitt.

Auch die Oppositionsparteien und Gewerkschaftsvertreter haben bereits Widerstand gegen Berlusconis Pläne angekündigt. Das gesetzliche Rentenalter beträgt in Italien 65 Jahre für Männer und 60 für Frauen.

Viele Arbeitnehmer nützen jedoch die Möglichkeit, bereits ab 57 Jahren in Frührente zu gehen. Berlusconi ist schon mit Plänen zur Lockerung der Kündigungsbestimmungen am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert.

Der Vizepräsident des Senats und Spitzenpolitiker der Lega Nord, Roberto Calderoli, warnte, dass die Regierung Berlusconi wegen der Polemik um die Pensionsreform stürzen könnte. Bereits vor neun Jahren hatte die heikle Frage der Pensionen auf entscheidende Weise zum Sturz der ersten Regierung Berlusconi beigetragen.

(fest/sda)

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